Chronik

Felix Baumgartner wird politisch und springt in den Shitstorm

"Ich war immer ein unbequemer Sportler", schrieb der Salzburger Extremsportler Felix Baumgartner am Dienstag auf Facebook. Zuvor äußerte er sich zur Flüchtlingspolitik - und erntete erzürnte Meldungen der Internet-Community.

"Ein Land, in dem Angeln ohne Angelschein bestraft wird und Menschen ohne Pass die Grenze überqueren, können nur Idioten regieren": Mit diesem Textbild als Facebook-Posting hat Felix Baumgartner erneut kritische Reaktionen ausgelöst. Knapp 2200 Kommentare fanden sich am Mittwochvormittag unter dem Eintrag, dazu auch rund 42.5000 "Gefällt mir". Ein solcher zustimmender Klick kam übrigens von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Das ist doch mal eine Ansage!!!

Posted by Felix Baumgartner on Montag, 25. Januar 2016

Die Kritik wollte Baumgartner nicht auf sich beruhen lassen. Er setzte nach - in einer ausführlichen Stellungnahme, in welcher der 46-jährige Salzburger seine Sicht zur Flüchtlingspolitik darlegte. Dabei betonte er, dass er - wohl im Gegensatz zu Wirtschaftsflüchtlingen - lange in Österreich Steuern bezahlt und seinen Wohnsitz erst spät, wie viele andere Profisportler, in die Schweiz verlegt habe. "Auch dort bezahle ich meine Steuern jedoch im einem angemessen Rahmen. Also sprechen wir hier NICHT von Steuerflucht sondern Steueroptimierung", schrieb Baumgartner.

Friedensnobelpreis für Viktor Orbán?

Indirekt schlug Baumgartner in seiner Stellungnahme den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán für den Friedensnobelpreis vor. Der Politiker ist im Herbst 2015 für seine rigorose Flüchtlingspolitik und für die Idee zum Grenzschutz bekannt geworden. Baumgartner dazu: "Denn er hat das einzig Richtige getan. Sein LAND uns sein VOLK das ihn gewählt hat zu SCHÜTZEN!"

Baumgartner immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik

Der 46-Jährige geriet zuletzt immer wieder in die Schlagzeilen. Erst betonte er, Ohrfeigen seien als Erziehungsmethode angebracht. Dann sorgte er für Aufsehen, weil er - ebenfalls in einem Facebook-Posting - seine Freundin beim Grillen als Tisch benutzte.

Im aktuellen Fall hat sich Baumgartner auf der Social-Media-Plattform übrigens auch zu Frauenrechten geäußert: "Wie weit sind wir bereit unsere Identität und unsere Kultur aufzugeben und sie zu vermischen mit einer völlig anderen Religion und Ideologie? Was wird aus unseren FRAUENRECHTEN wenn wir dieses Land mit einer Kultur teilen müssen bei der Frauen KEINE Rechte haben? Die Geschichte hat bereits mehr als einmal gezeigt das jeder Versuch es trotzdem zu tun KEINE Zukunft hat!"

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