Chronik

Fels brach aus: Zwei Polen im Pinzgau aus Kletterwand geborgen

Die beiden Kletterer hatten am Samstag gegen 18 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die schwierige Bergung der beiden Verletzten dauerte bis Sonntag um 2.45 Uhr.

In Unken im Pinzgau sind Samstagnacht zwei Alpinisten aus Polen nach einem Unfall aus der sehr steilen Alpawand geborgen worden. Die beiden Männer, ein 24-Jähriger und ein 25-Jähriger, waren die 17 Seillängen umfassende, schwierige Tour "Earth and Heaven" geklettert. Als sie gegen 18.00 Uhr in der 16. Seillänge waren, brach ein Felsstück aus der Wand.

Der 24-jährige Kletterer stürzte dadurch ins Seil, auch sein Kollege wurde vom Stein getroffen. Die Polen setzten einen Notruf ab. Aufgrund der schlechten Sicht konnte jedoch der Rettungshubschrauber nicht starten. Bergretter der Ortsstellen Unken, Lofer und Saalfelden stiegen daher mit Unterstützung von zwei Alpinpolizisten bis zum Gipfel der Alpawand auf. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lofer leuchteten von der gegenüber gelegenen Talseite mit einem eigens für das Untere Saalachtal angeschafften Suchscheinwerfer die Wand aus.
Gegen 23.30 Uhr konnten dann abgeseilte Bergrettungsmänner Kontakt mit den beiden verletzten Kletterern aufnehmen. Das Duo wurden anschließend zum Gipfel hin geborgen und dort vom Notarzt der Ortsstelle Unken erstversorgt.


Nach weiterer Versorgung der beiden Polen mit Wärmepackungen, Tee und Verpflegung stiegen sie mit Unterstützung der Bergretter ins Tal ab. Dabei musste der Abstieg aufwändig gesichert werden. Gegen 02:45 Uhr wurden die Kletterer dem Roten Kreuz übergeben und ins Krankenhaus gebracht.

Insgesamt waren 31 Personen der Bergrettung, zwei Alpinpolizisten und drei Feuerwehrmänner am Einsatz beteiligt.

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