Chronik

Feuer bei Firma Woerle in Henndorf: Hochregallager wurde erheblich beschädigt

Vier Feuerwehren rückten am Freitagvormittag zur Käserei Woerle in Henndorf am Wallersee aus. Im Dachgeschoss - bei der Photovoltaikanlage im Bereich des Hochregallagers - war ein Feuer ausgebrochen, das sich schnell ausbreitete. Nach rund zwei Stunden konnte "Brand aus" gegeben werden. Gerhard Woerle, Seniorchef der Käserei: "Das ist ein Tiefschlag für uns. Das Hochregallager war fast voll beladen mit unserer Ware. Gottseidank ist kein Mensch zu Schaden gekommen."

Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz. SN/fmt
Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz.

Brandalarm gab es am Freitag um 10.30 Uhr in der weitum bekannten Käserei Woerle in Henndorf. Laut Ortsfeuerwehrkommandant Martin Köllersberger war im Dachgeschoss im Bereich der Photovoltaikanlage beim Wechselrichter Feuer ausgebrochen. "Dieses breitete sich über die Isoliermaterialien und Kabeln rasch über mehrere Geschosse aus. Vor allem zwischen dem Hochregallager und der Produktionsstätte kam es zu massiver Rauchentwicklung", so Einsatzleiter Köllersberger zu den SN. Im Hochregallager, in dem 8000 Paletten eingelagert und rund 7000 davon mit Käseprodukten beladen waren, schaltete sich die Sprinkleranlage ein, weshalb es im Zusammenhang mit den Löschaktivitäten zu beträchtlichem Wasserschaden gekommen sein dürfte. Personen wurden nicht verletzt.

Mehr als 100 Feuerwehrleute standen im Einsatz

Nach rund eineinhalb Stunden hatten die rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Henndorf, Neumarkt, Eugendorf und Seekirchen (mit insgesamt 22 Fahrzeugen vor Ort) den Brand unter Kontrolle. Dann begann man mit einer großflächigen Entlüftung. Brandermittler der Polizei suchen nun nach der Ursache für das Feuer; dieses war von einem Baggerfahrer entdeckt worden, der mit Planierarbeiten im Außengelände beschäftigt war.

Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz. SN/fmt
Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz.

Gerhard Woerle, Seniorchef des nun bereits in fünfter Generation geführten Familienunternehmens, sprach von einem "Tiefschlag in meinen letzten Tagen als Verantwortlicher. Sowohl der materielle als auch der immaterielle Schaden ist groß". Nachsatz: "Zu Lieferverzögerungen wird es nun wohl kommen. Aber das wichtigste ist, dass niemand zu Schaden gekommen ist." 45 Jahre fungierte Gerhard Woerle als Chef der Käserei mit derzeit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, seit 59 Jahren ist der 78-Jährige im Betrieb tätig. Zuletzt hat Woerle senior das Szepter an Sohn Gerrit Woerle übergeben.

Woerle liefert hochqualitativen Käse in 75 Länder weltweit

Der Produktionsbereich, so Gerhard Woerle, sei zum Glück unbehelligt geblieben, allerdings wisse man noch nicht, ob die verpackte, auf tausenden Paletten gelagerte Ware Schaden genommen habe. Woerle, gegründet im Jahr 1889, zählt zu den größten Käsereien Österreichs. Die Käserei setzt stark auf Nachhaltigkeit. Sie ist mit dem Heumilch-Emmentaler und den Schmelzkäsescheiben Marktführer in Österreich und exportiert Käse in rund 75 Länder weltweit.

Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz.  SN/fmt
Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz.
Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz.  SN/fmt
Der Brand war nach rund zwei Stunden gelöscht. Vier Freiwillige Feuerwehren standen mit mehr als 100 Leuten im Einsatz.

Aufgerufen am 20.09.2021 um 09:10 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/feuer-bei-firma-woerle-in-henndorf-hochregallager-wurde-erheblich-beschaedigt-104116933

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