Chronik

Freigabe der Eichstraßenbrücke von Protesten begleitet

Am Freitagmorgen wurde die neu gebaute Eichstraßenbrücke in der Stadt Salzburg für den Verkehr frei gegeben. Sie verbindet die Stadtteile Gnigl und Parsch. Am Vormittag

Die Eichstraßenbrück ist seit Freitag befahrbar. Baustadtrat Lukas Rösslhuber bei der offiziellen Freigabe. SN/stadt salzburg-j. knoll
Die Eichstraßenbrück ist seit Freitag befahrbar. Baustadtrat Lukas Rösslhuber bei der offiziellen Freigabe.

"Ich bin sehr froh, dass diese extreme Baustelle ohne Unfälle oder andere schwere Zwischenfälle abgewickelt werden konnte", betonte Baustadtrat Lukas Rößlhuber bei der Freigabe. "Die Arbeiter haben hier unter äußerst schwierigen und sensiblen Bedingungen Hervorragendes geleistet. Mustergültig war auch die perfekte Zusammenarbeit zwischen Stadt und ÖBB, Planung, Koordination, Ausführung und Projektbegleitung. Nur so konnten wir dieses Projekt über die ÖBB-Geleise hinweg bei laufendem Bahnbetrieb überhaupt auf Schiene bekommen. Ich danke allen Projektpartner für das gelungene und sehr ansprechende Bauwerk." Rößlhuber bedankte sich "bei allen Betroffenen für ihre Geduld während der gesamten, in mehrfacher Hinsicht heißen Bauzeit. Jetzt sind die Stadtteile Parsch und Gnigl ohne große Umwege wieder direkt verbunden. Für die FußgängerInnen - ganz speziell aber für die Kinder - bedeuten die beiden breiten, geschützten Gehwege der Brücke eine große Erleichterung und deutlich mehr Sicherheit als bisher."
Einige Abschlussarbeiten stehen noch aus, sie werden je nach Witterung in den nächsten Monaten erledigt. Die Benützung der Brücke ist davon nicht betroffen.

Bei der Eröffnung der neuen Eichbrücke am Freitagvormittag gab es auch Proteste von verärgerten Salzburgern mit Fahrradklingeln und einem Banner gegen "radlose Politik", weil die neue Brücke keine Fahrradstreifen hat. Der Radstreifen endet am Brückenkopf, wo eine Engstelle entsteht, die vor allem bei Regen und Dunkelheit eine Gefahr für Radfahrer darstellt. "Seit 25 Jahren sind die Grünen in der Stadtregierung für Verkehr zuständig - und trotzdem macht die Stadt Rückschritte beim Radverkehr. Das ist ein Armutszeugnis", kritisiert Kay-Michael Dankl, Spitzenkandidat von KPÖ PLUS.
Auch viele Anrainer sind verärgert, weil die Stadtregierung die Chance verpasst habe, den unerträglichen Ausweich-Verkehr in den Griff zu kriegen, der aus Nordosten durch die Wohngebiete zieht, so Dankl. "Die Stadt muss jetzt die Anrainer einbeziehen und in einem breiten Mitbestimmungsprozess an einer Verkehrsberuhigung arbeiten." Als Übergangslösung solle die Eichbrücke nur für Radfahrer und den öffentlichen Verkehr verwendet werden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 13.12.2018 um 11:59 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/freigabe-der-eichstrassenbruecke-von-protesten-begleitet-62158354

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