Chronik

Glück auf und Kopf runter

Bergwerkskustos Hans-Werner Pelzmann und die Bergleute vom Sunnpau führen die Besucher in die Welt unter Tage und die fast vergessene Welt der Bergleute 2000 Jahre vor Christi Geburt.

Hans-Werner Pelzmann bei einer Führung durch das Stollensystem. SN/sw/brinek
Hans-Werner Pelzmann bei einer Führung durch das Stollensystem.

"Jetzt ein bisschen aufpassen, die nächsten 25 Meter hat der Stollen nur eine Höhe von 1,30 Meter", warnt Hans-Werner Pelzmann die Besucher des Schaubergwerks Sunnpau und seines Matthias-Stollens. Der pensionierte Eisenbahner ist Bergwerkskustos, zusammen mit seiner Mannschaft führt er die Gruppen durch das enge Stollensystem. Vergangenen Mittwochvormittag war perfektes Stollenwetter, wie Ferdinand Köffler, einer der erfahrenen Führer aus dem Bergwerksteam, erzählt: "Wenn das Wetter zu schön ist, gehen die Leute lieber ins Schwimmbad oder auf die Berge, wenn es zu sehr schüttet, dann meiden einige den kurzen Spaziergang rauf zum Stolleneingang." Dabei lohnt sich ein Besuch des Bergwerks ganz unabhängig von der Wetterlage, denn zu sehen gibt es genug. Immerhin wurde in Sunnpau von rund 2000 v. Chr. bis 1875 Kupfer abgebaut. Zahlreiche Funde und das Stollensystem selbst zeugen von den harten Arbeitsbedingungen der Bergleute.

Pelzmann war von Kindheit an von der Welt unter Tage fasziniert: "Ich stamme aus Knittelfeld, der Nachbarort ist Fohnsdorf, dort gab es damals noch den tiefsten Braunkohlebergbau der Welt." Sein Vater war Lokführer, so war er oft im Führerstand der Dampflokomotive mit dabei, wenn die Züge die Braunkohle luden. "Das hat mich immer angezogen, wir waren als Buben auch in aufgelassenen Stollen unterwegs." Er übersiedelte nach Salzburg, während seiner Bundesheerzeit in der Krobatinkaserne lernte er seine Frau Marianne, eine St. Veiterin, kennen.

2007 wurde Sunnpau als Schaubergwerk für die Besucher geöffnet, seither führt das Bergwerksteam Interessierte durch das Stollensystem. "Wir hatten Besucher aus fast aller Welt, wir führen darüber Buch. Was uns allerdings noch fehlt, sind Japaner, auch arabische Gäste hatten wir noch keine", erzählt er.

Neben internationalem Publikum gibt es auch ständige Bewohner im Bergwerk: Fledermäuse und Salamander haben hier bei permanenten 8 Grad Celsius ein feucht-kühles Zuhause.

Mehr zum Bergwerk und den Öffnungszeiten/Führungen: www.schaubergwerk-sunnpau.at

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