Chronik

Glücksmomente für die ärmstenKinder

Ein Pongauer hilft bedürftigen Kindern in Rumänien und sammelt für Weihnachten noch Geschenkspackerl.

Die Freude über die Weihnachtspackerl ist den Kindern ins Gesicht geschrieben. SN/sw/privat
Die Freude über die Weihnachtspackerl ist den Kindern ins Gesicht geschrieben.

Ob selbstgestrickte Hauben, Fäustlinge und Schals oder Süßigkeiten, warme Fleecejacken, Farbstifte, Pampers, Fußbälle, Schultaschen und Toilettenartikel: Seit 2015 fährt Sepp Viehhauser mehrmals im Jahr gut elf Stunden mit einem Bus nach Rumänien und bringt bedürftigen oder obdachlosen Kindern dort ein besonderes Weihnachtspackerl.

Beim Besuch in der Redaktion der PN blättert er in einem seiner Fotobücher und zeigt auf Bilder mit strahlenden Gesichtern: "Wenn ich die glücklichen Augen der Kinder sehe, dann plane ich sofort wieder eine neue Reise", erzählt der gebürtige Großarler, der in St. Johann lebt.

Sepp Viehhauser wird dabei von einigen Unternehmen, der Caritas und tatkräftig zupackenden Menschen aus dem Pongau unterstützt.

Viehhauser ist primär für den Verein Speranta - was so viel wie Hoffnung heißt - in Rumänien unterwegs, wo er 2002 selbst ein Fremdpraktikum verrichtet hat. "Seit dieser Zeit ist mein Kontakt nach Rumänien nie abgerissen", und so macht er sich auch heuer wieder vor Weihnachten auf den Weg. Der 49-Jährige sucht für die nächste Reise noch kleine Weihnachtsgeschenke für die Kinder: "Am besten wäre ein kleines Packerl im Wert von zehn bis 20 Euro, mit Buntstiften, Toilettesachen, kleinem Spielzeug und einer Süßigkeit", erzählt er und betont, dass sich die Kinder dort über jede Kleinigkeit riesig freuen.

Obdachlosen Jugendlichen eine Lehre ermöglichen

Sepp Viehhauser unterstützt auch die Salvatorianer, einen katholischen Orden aus Graz, der in Rumänien auf einer Farm obdachlosen Jugendlichen eine Berufsausbildung ermöglicht und Palliativstationen und Kindertagesstätten betreibt.

So konnte etwa in Timisoara ein Kriseninterventionshaus mitfinanziert werden: "Natürlich sind wir auch über alle Spendengelder froh. Die obdachlosen Jugendlichen werden von der Caritas zusammen mit den Salvertorianern auf der Ranch betreut. Sie können dort auch einen Beruf erlernen und werden mit Kleidung durch die Aktion von Sepp Viehhauser versorgt.

"Jeder Cent und jedes Packerl kommt direkt an"

Viehhauser betont, dass im Rahmen seiner Hilfe jeder Cent direkt vor Ort ankommt. Der ehemalige dipl. Behindertenpädagoge erlitt selbst im Alter von elf Jahren bei einem Fahrradunfall ein Schädelhirntrauma mit halbseitiger Lähmung und weiß genau wovon er spricht.

Am 18. Dezember bekommt Viehhauser wieder einen Bus von Mercedes zur Verfügung gestellt und begibt sich damit auf die Fahrt nach Timisoara. Er ist noch froh über alle Spenden, die er mit Unterstützung der Stadtgemeinde St. Johann einsammelt und teilweise durch tatkräftige Unterstützung der "Laube" verpackt und von ihm selbst in Rumänien zu Weihnachten verteilen wird.


Aufgerufen am 22.10.2019 um 06:13 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/gluecksmomente-fuer-die-aermstenkinder-60994207

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