Chronik

Klamm ab Mitte September wieder offen

An die vier Millionen Euro lässt sich die Stadtgemeinde St. Johann die Wiedereröffnung der Liechtensteinklamm kosten. Das soll sich binnen elf bis zwölf Jahren amortisieren.

Die Liechtensteinklamm war vor ihrer Schließung ein Besuchermagnet, fast 200.000 Besucher zählte sie pro Jahr. Bild: OCZLON/ SN/sw
Die Liechtensteinklamm war vor ihrer Schließung ein Besuchermagnet, fast 200.000 Besucher zählte sie pro Jahr. Bild: OCZLON/

Am 27. Mai 2017 donnerten 300 Tonnen Geröll in die Liechtensteinklamm, 17 Menschen wurden damals in der Klamm eingeschlossen, vier wurden verletzt, zum Glück nur leicht. Seither ist die Klamm geschlossen. Sie konnte sich in den Jahren zuvor über stetig wachsende Besucherzahlen freuen, an die 200.000 pro Jahr waren es zuletzt. Ein Besuchermagnet also, der auch weiterhin (Tages-)Touristen anziehen soll.

"Wir wollen, das die Klamm so schnell wie möglich wieder geöffnet wird, vorher müssen aber sämtliche Arbeiten und Sicherungsmaßnahmen umgesetzt werden. Der Plan ist, dass wir mit Mitte September wieder aufsperren, vorausgesetzt, dass nicht Unvorhergesehenes dazwischenkommt", erklärt Andreas Viehhauser, Amtsleiter der Stadtgemeinde St. Johann. Die Stadt ist Betreiberin der Liechtensteinklamm, ein Teil der Klamm steht auch in ihrem Besitz. Weitere Besitzer sind Maria Schiffer, die in Deutschland ansässige Familie Zauner und die Bundesforste. Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurden tonnenweise Fels abgeräumt und zahlreiche neue Sicherheitsnetze - insgesamt sind es 1100 Laufmeter - gespannt. Drei neue Tunnel gibt es, zudem auch vier neue Galerien.

Steinschlagsimulationen wurden durchgeführt

Bei einem bestehenden Tunnel wurde die Höhe erweitert. Außerdem wurden Steinschlagsimulationen durchgeführt. Dabei wurden Steine und Felsbrocken unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Gewichts im Bereich der Talblickwand in die Klamm geworfen. Mittels High-Speed-Kameras wurde genauestens dokumentiert, wie sich die Felsstücke beim Aufprall im Kessel verhalten. Alle diese Daten wurden beim Bau der neuen Wege und Treppen berücksichtigt. Zudem wurden und werden zahlreiche Sensoren - unter anderem sogenannte Telejointmeter - angebracht, welche Bewegungen im Fels aufzeichnen und bei Unregelmäßigkeiten sofort Alarm schlagen. "Alles wurde und wird nach dem neuesten Stand der Technik umgesetzt, damit wird höchstmögliche Sicherheit gewährleistet", so der Amtsleiter. Derzeit sind rund 40 bis 60 Menschen mit den Arbeiten in der Klamm beschäftigt. Das alles kostet natürlich dementsprechend, rund dreieinhalb bis vier Millionen Euro wird die Stadtgemeinde aufwenden. Das Ganze habe man sich von einem Wirtschaftsprüfungsbüro durchrechnen lassen, so Viehhauser, die Kosten sollen sich binnen elf bis zwölf Jahren amortisieren.

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