Chronik

Neonazistische Postings verschickt: Bedingte Haftstrafe für Flachgauer

Ein 30-jähriger Angestellter aus dem Flachgau sah sich am Dienstag vor einem Salzburger Schwurgericht mit dem Vorwurf der NS-Wiederbetätigung konfrontiert.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Laut Staatsanwältin Elena Haslinger hatte der Flachgauer zwischen Ende 2015 und Anfang 2018 per WhatsApp zahlreiche mit Text versehene Bilder und Videos mit naziverherrlichendem, rassistischem oder antisemitischem Inhalt an diverse Personen verschickt.

Der bislang unbescholtene Angeklagte (Verteidiger: RA Lukas Wolfgang Berger) zeigte sich vor dem Geschworenensenat (Vorsitz: Richter Günther Nocker) reumütig geständig: "Ich schäme mich sehr für das, was ich gemacht habe. Es war eine Riesen-Blödheit. Inzwischen kann ich mit dem Ganzen überhaupt nichts mehr anfangen." Das Verschicken der neonazistischen WhatsApp sei "widerwärtig und ein Verbrechen" gewesen, ergänzte sein Verteidiger. Unter anderen versendete der Angeklagte Bilder von Kampfflugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg, die Bomben auf eine muslimische Moschee werfen, oder Bilder, die auf schockierende Weise auf den Holocaust anspielen.

Das Gericht verurteilte den 30-Jährigen zu einem Jahr bedingter Haft (die Mindeststrafe, Anm). Zudem muss der Flachgauer binnen sechs Monaten das Konzentrationslager Mauthausen besuchen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.

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