Chronik

Neue Mautanlage eröffnet: Freie Fahrt auf den Trattberg

Die Mautkassiere haben ausgedient. Ab nun gibt es auf den Trattberg bei Sankt Koloman einen automatischen Schranken. Am Sonntag wurde der "Tag des offenen Schranken" gefeiert.

Das Wetter spielte zwar mit Dauerregen nicht mit, trotzdem nutzten dutzende Autofahrer am Sonntag die Möglichkeit, gratis auf den Trattberg zu fahren. Hinauf zum Hausberg St. Kolomans gab es den "Tag des offenen Schrankens". Denn die Wegegenossenschaft hatte in der Vorwoche eine automatische Schrankenanlage in Betrieb genommen. Sechs Euro kostet die Fahrt mit dem Auto, drei Euro für Motorradlenker. Am Wochenende fährt von Hallein aus auch der Wanderbus zwei Mal am Tag auf den Trattberg.

Mit dem neuen Schranken ist in Bälde nun auch das Zahlen der Maut mit Bankomat- oder Kreditkarte möglich. Der Automat bietet auch die NFC-Funktion, also das Zahlen der Maut durch Hinhalten der Bankomatkarte.

Damit haben nun auch die beiden Mautkassiere ausgedient. Jahrzehntelang standen die beiden "Originale" Andreas Waldmann senior und Willi Struber senior bei der Hütte und kassierten die Maut von Autofahrern. Waldmann war 23 Jahre lang im Einsatz, sein Kollege Struber 17 Jahre.

Die beiden Mautkassiere Andreas Waldmann sen. und Willi Struber sen. erhielten zum Abschied noch ein Geschenk: Eine Mauthütte aus Marzipan.  SN/Heidi Huber
Die beiden Mautkassiere Andreas Waldmann sen. und Willi Struber sen. erhielten zum Abschied noch ein Geschenk: Eine Mauthütte aus Marzipan.

Die beiden sind heute 84 und 77 Jahre alt und können etliche Geschichten vom Trattberg zum Besten geben. Von freundlichen und weniger freundlichen Autofahrern. Manchmal gab es auch ein Trinkgeld. Und wenn gerade nichts los war, dann löste vor allem Willi Struber "etliche Sudoku" in seiner Mauthütte. Abschied nehmen die beiden mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Vor allem im Sommer waren die Tage schon sehr lang", sagt Struber.

Neue Enzianhütte um 1 Mio. Euro

Rund 70.000 Euro hat die neue Schrankenanlage gekostet. Im kommenden Jahr will die Wegegenossenschaft, die aus 18 Mitgliedern besteht, auch den Neubau der Enzianhütte auf 1500 Meter in Angriff nehmen. "Wir hoffen, dass wir heuer die Genehmigungen bekommen. Dann starten wir im Frühjahr 2019 mit dem Neubau der Hütte", sagt Willi Struber, Obmann-Stv. der Wegegenossenschaft.

Die Visualisierung der neuen Enzianhütte: So soll sie im Frühjahr 2020 aussehen.  SN/agrargenossenschaft
Die Visualisierung der neuen Enzianhütte: So soll sie im Frühjahr 2020 aussehen.

Die Hütte soll mit Altholz gebaut werden, damit sie wieder den alten Charakter erhalte. Gebaut wird neben dem aktuellen Standort, sodass die Hütte bis zur Eröffnung des Neubaus auch nicht zusperren muss. Im Gegenteil: Der Hüttenwirt will auch in diesem Winter für Tourengeher, Schneeschuhwanderer und Co. offenhalten. Für den Neubau der Enzianhütte auf dem Trattberg investiert die Wegegenossenschaft rund eine Million Euro.

Aufgerufen am 28.11.2021 um 04:19 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-mautanlage-eroeffnet-freie-fahrt-auf-den-trattberg-36781987

Schöne Heimat

Da "geht`s" leichter!

Von Franz Kaltenleitner
27. November 2021
Buntspechtmännchen

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