Chronik

Neue Seilbahn auf den Sonnblick ist eröffnet

Bislang war die Fahrt auf den Rauriser Sonnblick bis auf 3106 Meter abenteuerlich. Material musste mit einer kleinen Materialseilbahn transportiert werden, auch die Mitarbeiter des Observatoriums waren auf das enge Gefährt angewiesen. Das ist jetzt vorbei.

Eine neue Sechser-Gondelbahn ersetzt künftig die alte Materialseilbahn. Die Bahn überwindet in zehn Minuten drei Kilometer und 1477 Höhenmeter. Kostenpunkt: vier Millionen Euro.

Wie wichtig die neue Gondel als wetterfeste Lebensader für das Observatorium ist, zeigt sich bereits am Dienstag. Bei winterlichen Bedingungen, dennoch bequem und schnell überwanden Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Alt-Landeshauptmann Franz Schausberger, er leitet den Sonnblick Verein, die 1.477 Höhenmeter bis zum Gipfel. Auch ZAMG-Direktor Michael Staudinger und die Leiterin des Observatoriums, Elke Ludewig, nahmen windgeschützt Platz.
Das Land Salzburg hat die neue Notstromversorgung gefördert, der Schlüssel zu mehr Sicherheit und besserer Versorgung. "Wir stehen hier auf einem 3000er, Hubschrauberflüge sind wetterbedingt natürlich nicht immer möglich, das sehen wir heute in diesem Schneesturm am besten. Durch die Notstromversorgung kann die Bahn fast immer fahren - ein wichtiger Faktor in der Rettungskette, falls es einmal zum medizinischen Notfall kommt", sagt Landeshauptmann Haslauer.
Elke Ludewig, Leiterin des Observatoriums, sie forschte davor unter anderem auch in der Antarktis: "Vergleichbare Forschungsstationen wie am Jungfraujoch oder auch am Mauna Loa in Hawaii haben den Nachteil, dass die lokale Schadstoffbelastung die Erfassung der Daten erschweren oder teils sogar unmöglich machen. Nicht so am Sonnblick. Allerdings war das Observatorium bisher sehr schwer zugänglich. Durch die neue Bahn können wir die schon länger anstehenden Anfragen internationaler Forscherteams für Reinluftprojekte positiv beantworten."

Daten und Fakten zum Sonnblick-Observatorium

Das Observatorium gehört dem Sonnblick Verein, Betreiber ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Die Wetterwarte beobachten und messen in 3106 Meter Seehöhe. Die exponierte Lage am Alpenhauptkamm liefert besonders aufschlussreiche Ergebnisse.
Seit 1886 wird das Wetter am Rauriser Sonnblick beobachtet und aufgezeichnet, das ist weltweit einzigartig. Das Observatorium war in diesen Jahren nur an wenigen Tagen nicht besetzt.
Die Wetterwarte arbeiten in Schichten teils unter schwierigsten Bedingungen im hochalpinen Gelände sieben Tage die Woche. Alle 14 Tage ist Schichtwechsel.
In die neue Seilbahn wurden vier Millionen Euro investiert. Beteiligt sind der Sonnblick Verein, das Ministerium und das Land Salzburg. Die offizielle Eröffnungsfeier der Seilbahn wird der Sonnblick Verein im Frühsommer veranstalten.
Am Sonnblick wird international geforscht, Messreihen werden durchgeführt. Vergleichbare Stationen befinden sich am Jungfraujoch, auf der Zugspitze, aber auch am Mauna Loa in Hawaii. Die Daten aus Rauris sind aber besonders gefragt, wenn es um den Klimawandel, Gletscherforschung und eventuelle Prognosen geht.

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.09.2019 um 07:49 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-seilbahn-auf-den-sonnblick-ist-eroeffnet-61185523

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