Chronik

Neumarkt: BMW-Fahrer raste mit 103 km/h durch 50er-Zone

Einen neuerlichen Fall von krasser Geschwindigkeitsüberschreitung meldet die Polizei aus der Flachgauer Gemeinde Neumarkt. Dort war ein Autofahrer im Ortsgebiet doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs.

Radarfoto des Rasers von Neumarkt. SN/polizei salzburg
Radarfoto des Rasers von Neumarkt.

Die Beamten der Landesverkehrsabteilung waren am Sonntag mit ihren Messgeräten im Flachgau unterwegs. Um 15.10 Uhr löste die Kamera in ihrem Dienstfahrzeug im Ortsgebiet von Neumarkt aus, weil der Lenker eines 5er-BMW-Kombis mit 103 km/h durch die 50er-Zone in Richtung Steindorf/Straßwalchen gerast war.

Der Lenker aus dem Bezirk Braunau (OÖ) wird bei der BH Salzburg-Umgebung angezeigt.

Rallyefahrer wollte Sonnenaufgang genießen

In jüngster Zeit hatten sich auf den wegen der Covid-19-Maßnahmen verkehrsberuhigten Straßen die Fälle von eklatanten Geschwindigkeitsüberschreitungen gehäuft. Beispiele:

  • Am 27. November nahm gegen 7.30 Uhr eine zivile Verkehrsstreife der Landesverkehrsabteilung die Verfolgung eines Rallyefahrzeugs (mit Straßenzulassung) auf. Der Lenker raste damit den Gaisberg hinauf. Teilweise war das PS-starke "Geschoss" auf der 50-km/h-Straße mit 143 km/h unterwegs. Auf dem Gipfel des Gaisbergs konnte das Fahrzeug angehalten werden. Der Lenker, ein 21-jähriger Mann aus dem Flachgau, rechtfertigte sein Fahrverhalten damit, dass er den Sonnenaufgang auf dem Gipfel nicht verpassen wollte. Er wird bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt.
  • Am Nachmittag desselben Tags war ein 29-jähriger Steirer mit seinem Auto in der Alpenstraße stadtauswärts mit 135 km/h unterwegs. Erlaubt ist in diesem Bereich Tempo 70.
  • Ebenfalls am 27. November war ein Autofahrer auf der Lamprechtshausner Bundesstraße mit ebenfalls 135 statt erlaubter 70 Sachen ins Radar gefahren.
  • Drei Tage vorher rechtfertigte sich ein 31-jähriger Flachgauer für die Missachtung des Tempolimits damit, dass er "gedanklich woanders war, daher habe er nicht auf die Geschwindigkeit geachtet" (Polizeibericht). So geschah es auf der Westautobahn bei Salzburg Nord, dort sind 80 km/h erlaubt. Die Zivilstreife erwischte ihn mit Tempo 155.

Allen beschriebenen Lenkern droht nun der behördliche Entzug des Führerscheins.

Quelle: SN

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