Chronik

Pass Lueg: 350 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke erfolgreich eingehoben

Nach monatelanger und minutiös geplanter Vorarbeit wurde am Freitagnachmittag am Pass Lueg die zweite der beiden neuen ÖBB-Salzachbrücken mit Erfolg eingehoben. Ein 670 Tonnen schwerer Spezialkran setzte das neue Bauwerk millimetergenau ab. Die ÖBB haben im Bereich Pass Lueg in die neuen Brücken und in die Erneuerung einer Lawinengalerie 11,5 Millionen Euro investiert.

Mit einem spektakulären Höhepunkt ging am Nachmittag des Allerheiligentages am Pass Lueg trotz schwieriger Windverhältnisse die Erneuerung der Eisenbahnbrücken über die Salzach in die finale Phase. Nachdem die alte Brücke am Mittwoch, den 30. Oktober, ausgehoben und abtransportiert worden war, konnte nun am 1. November die neue und moderne Stahlkonstruktion über die Salzach mit einem Spezialkran in Millimeterarbeit an ihren endgültigen Einsatzort gehoben werden. Das neue Tragwerk der Salzachbrücke ist 70 Meter lang, zehn Meter hoch und wiegt 350 Tonnen.

Bereits im Vorjahr war die Brücke bzw. das Tragwerk für das erste der beiden Streckengleise in diesem Bereich der Tauernstrecke ausgetauscht worden.


Die exakte Umsetzung des rund zweijährigen Bauvorhabens wurde durch die gute Zusammenarbeit der ausführenden Baufirmen mit den ÖBB sichergestellt, so Projektleiter Christian Höss: "Der Bau war allein aufgrund der Platzverhältnisse in der Schlucht eine Herausforderung und wurde perfekt umgesetzt."

Die ÖBB-Infrastruktur AG investiert in beachtlichem Umfang in eine zeitgemäße und hochwertige Bahninfrastruktur: 77 Millionen Euro werden 2019 im gesamten Bundesland Salzburg für attraktives Bahnfahren in die Hand genommen - bis 2023 sind sogar 507 Millionen Euro veranschlagt.

Für die Erneuerung der beiden Brücken und der angrenzenden Lawinengalerie investieren die ÖBB rund 11,5 Millionen Euro.

Millimeter- und minutengenaues Einheben der neuen Brücke

Das neue Brückentragwerk wurde aufgrund der Platzverhältnisse in der Schlucht rund 300 Meter vom endgültigen Brückenstandort entfernt zusammengebaut. Vor den Arbeiten mit dem 670 Tonnen schweren Kran musste die Fachwerkskonstruktion aus Stahl mit einem Spezialtransporter über die B159 zur Brückenbaustelle gefahren werden. Auch der Platz für den beeindruckenden Raupenkran musste bereits im Vorjahr vorbereitet werden - das Fundament musste bei den Hubarbeiten einem Gesamtgewicht von über 1000 Tonnen standhalten. Bereits im Vorjahr wurde das erste der beiden Brückentragwerke über die Salzach erfolgreich ausgetauscht. Auch damals wurden die Arbeiten auf den Millimeter, und um den laufenden Bahnbetrieb am Nebengleis nicht zu beeinträchtigen, minutengenau fertiggestellt. Aufgrund schwieriger Windverhältnisse konnte erst das dritte Zeitfenster für die Arbeiten genutzt werden.

Nun folgt aufwendige Schienenverlegung auf neuer Brücke

Der erste Zug wird Ende November nach einem Belastungstest über die neue Brücke fahren können. Davor werden darauf die neuen Gleisanlagen verlegt. Eine weitere, aber mittlerweile gewohnte Herausforderung für die Experten der ÖBB: Das Gleis verläuft aufgrund der Gegebenheiten der Strecke auf der Brücke in einem leichten Bogen. Alle Schwellen müssen deshalb extra angepasst und die Schienen mit viel Aufwand und teils in Handarbeit verlegt werden.

Bereits Ende 2018 war die Brücke für das erste der beiden Streckengleise erneuert worden. Unmittelbar danach begannen die Arbeiten für das zweite Tragwerk.

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