Chronik

"Pensionsalter" bei Salzburgs Feuerwehren auf 70 angehoben

Der Landtagsausschuss hat am Mittwoch ein neues Feuerwehrgesetz beschlossen. Bisher war für Kameraden mit 65 Jahren Schluss im aktiven Dienst.

Die Feuerwehr Großarl bei einem Einsatz im Sommer 2017.  SN/robert ratzer
Die Feuerwehr Großarl bei einem Einsatz im Sommer 2017.

Mit 65 Jahren war bisher Schluss. Dann mussten Feuerwehrmänner in Salzburg vom aktiven in den nicht-aktiven Dienst wechseln. Das "Pensionsalter" wird jetzt aber angehoben von 65 auf 70 Jahre. Das hat der Landtagsausschuss am Mittwoch um 9.20 Uhr einstimmig beschlossen. Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter sagte, dass in den kommenden Jahren 500 Mitglieder in den Reservestand hätten treten müssen. Es gehe darum, die Schlagkraft der Feuerwehr zu erhöhen. Die Anpassung des "Pensionsalters" auf 70 Jahre entspreche auch der höheren Lebenserwartung, meint Winter. Und noch etwas wurde mit dem neuen Gesetz geändert. Da viele Feuerwehrmänner von ihrer Heimatgemeinde zur Arbeit pendeln, stehen sie untertags für die Feuerwehr nicht zur Verfügung. Nun können Feuerwehrmänner aber auch an ihrem Arbeitsort zu Einsätzen ausrücken. Der Chef der Feuerwehr nannte ein Beispiel: "Wenn ein Pfarrwerfener in Werfen am Bauhof arbeitet, kann er untertags jetzt ausrücken mit der Werfener Feuerwehr. Das erhöht die Schlagkraft, wenn man auch hier Dienst versehen kann." Mitglied in mehreren Feuerwehren müsse man dafür nicht sein.

Salzburg ist nicht das erste Bundesland, das die Altersgrenze für Feuerwehrmänner anhebt. In der Steiermark ist das 2012 geschehen, in Kärnten im Jahr 2016.

Leo Winter ist seit fast neun Jahren Chef der Feuerwehren in Salzburg.  SN/robert ratzer
Leo Winter ist seit fast neun Jahren Chef der Feuerwehren in Salzburg.
Quelle: SN

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