Chronik

Pinzgauerin Marianne Hengl vom Papst empfangen

Die gebürtige Weißbacherin Marianne Hengl, die seit Jahren für Behindertenrechte kämpft, war diese Woche zu Gast bei Papst Franziskus.

Rund 90 Pilger des österreichischen Vereins "RollOn Austria - Wir sind behindert" empfing der Papst bei seiner Generalaudienz vergangenen Mittwoch. Der Tiroler Bischof Hermann Glettler und eine Delegation des Landes Tirols begleiteten die Gruppe nach Rom. Im Gepäck hatte sie eine 2,30 Meter große Engelsskulptur - eine mit gebrochenen Flügeln. "Dieser Engel ist das erste Denkmal für das behinderte Leben weltweit. Ein Symbol für das nicht perfekte Leben", beschreibt Hengl.

Bei der Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt kam Hengl auch kurz mit Papst Franziskus ins Gespräch. Dabei bezeichnete er sie als "Botschafterin des behinderten Lebens". "Als Katholikin und Christin bin ich sehr froh, dass wir in Zeiten wie diesen ein sehr menschliches und bescheidenes Kirchenoberhaupt haben, ich glaube bei ihm sind wir gut aufgehoben", sagt Hengl. Die 55-Jährige zeigt sich aber auch kritisch: "Man muss dazusagen, dass die Kirche nach wie vor viele Fehler macht im Umgang von Menschen mit Behinderung. Unzählige Familien mit einem behinderten Kind werden von den kirchlichen Vertretern sehr oft im Stich gelassen."

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