Chronik

Roko soll Kindern die Angst vor dem Helfen nehmen

Die Figur des Jugendrotkreuzes zeigt Mädchen und Buben, was sie tun können, wenn etwas passiert ist: Einen Erwachsenen holen, um Hilfe rufen, selbst den Notruf absetzen und beim Patienten bleiben. Roko, die Figur des Jugendrotkreuzes, wurde im Pfarrkindergarten Parsch mit großer Begeisterung aufgenommen.

Paula hat Roko rasch in ihr Herz geschlossen – im Hintergrund Moritz.  SN/jugendrotkreuz
Paula hat Roko rasch in ihr Herz geschlossen – im Hintergrund Moritz.
Simon, Lorena und Roko.  SN/jugendrotkreuz
Simon, Lorena und Roko.
Interessierte Zuhörer im Rettungswagen. SN/jugendrotkreuz
Interessierte Zuhörer im Rettungswagen.
Gerald und Dalia sowie Emilia.  SN/jugendrotkreuz
Gerald und Dalia sowie Emilia.
Gerald im Pfarrkindergarten in Salzburg-Parsch. SN/jugendrotkreuz
Gerald im Pfarrkindergarten in Salzburg-Parsch.

Roko kann fliegen und ist auf seinem Handy immer erreichbar. Er hat immer einen Koffer dabei, in dem sich alles findet, was Roko zum Helfen braucht. Denn das ist seine Aufgabe: Roko ist die Figur des Jugendrotkreuzes, die Kindergartenkinder begleitet, wenn sie lernen, wie man Situationen sicher meistert und wie man Hilfe holt. Sarah vom Pfarrkindergarten in Salzburg-Parsch hat am Donnerstag ihrer Mutter erzählt: "Heute hat uns Roko im Kindergarten besucht und er hat sogar ein Rettungsauto mitgebracht. Er hat ein Bilderbuch mitgebracht in dem er zeigt, was ich machen soll, wenn etwas passiert ist."

Es geht darum, Kindern zu zeigen, was sie bereits tun können

Gerald Gutschi, Leiter des Jugendrotkreuzes in Salzburg, hat mit den Kindern zum Thema Erste Hilfe im Kindergarten in das Roko-Programm eingeführt. Es ging darum, den Kindern zu zeigen, welche Schritte sie in diesem Alter bereits setzen können, damit Erste Hilfe gelingt. Einen Erwachsenen holen, um Hilfe rufen, selbst den Notruf absetzen und beim Patienten bleiben.

"Ich kenne die Nummer 144 und kann so schon helfen"

Das Roko-Programm soll Elementarpädagoginnen und -pädagogen unterstützen, wenn sie mit den Kindern das Thema Helfen, Sicherheit und Erste Hilfe erarbeiten. Damit Helfen zur Selbstverständlichkeit wird, sollten sie sich so früh wie möglich damit auseinandersetzen. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Rettungsautos. Die Kinder durften sich auch hineinsetzen. Paula wurde mit dem Tragesessel in das Rettungsauto gehoben. Ein Kind durfte die Sauerstoffmaske aufsetzen und alle hielten sich die Ohren zu, als Moritz das Blaulicht und die Sirene einschaltete. Durch diesen spielerischen Erstkontakt mit Sanitätern und Einsatzfahrzeugen soll den Kindern die Angst genommen werden. So konnte Philipp stolz sagen: "Ich kenne die Nummer 144 und kann so schon helfen."

Roko soll jetzt verstärkt auch Kindergärten besuchen

Gerald Gutschi: "Wir waren mit Roko bisher schon in vielen Schulen zu Besuch. Das Programm kommt bei den Kindern auch sehr gut an. Jetzt wollen wir die Arbeit in den Kindergärten verstärken." Jeder Kindergarten kann sich beim Jugendrotkreuz Salzburg für das Roko-Programm anmelden.

(SN)

Aufgerufen am 19.02.2018 um 02:58 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/roko-soll-kindern-die-angst-vor-dem-helfen-nehmen-24021259

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