Chronik

Salzburg: Sportwagen-Fahrer raste mit 156 km/h durch die Schwarzstraße

Die durch das Coronavirus ausgelöste Krise leert Salzburgs Straßen - und lädt offenbar Tempobolzer dazu ein, erst recht aufs Gaspedal zu drücken. Allein in der Nacht auf Freitag ertappte die Polizei mehr als 20 Autoraser.

Zu schnell unterwegs - das wird teuer (Symbolbild). SN/robert ratzer
Zu schnell unterwegs - das wird teuer (Symbolbild).

Ein besonders gravierender Falle ereignete sich im Salzburger Stadtgebiet. Dort war einer Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung der Lenker eines Sportwagens aufgefallen. Der Lenker war auf dem Franz-Josef-Kai unterwegs.

An der Staatsbrücke fuhr der Mann mit seinem Auto in Richtung Schwarzstraße weiter, missachtete das Rotlicht und gab kräftig Gas: Der PS-starke Wagen erreichte in der Tempo-50-Zone stramme 156 km/h. Als die Polizisten den Lenker schließlich anhalten konnte, gab dieser - ein 23-jähriger Deutscher - zu seiner Rechtfertigung an, die "Corona-Krise" setze ihm zu. Deshalb sei er so schnell gefahren.

Jetzt wird es deutlich langsamer gehen, denn dem Mann wurde der Führerschein abgenommen.

Post von der Behörde wird es auch für zahlreiche weitere Autofahrer geben. In der Nacht auf Freitag führte die Polizei nämlich mobile Geschwindigkeitsmessungen im nördlichen Flachgau durch.

So sieht ein Polizeifoto aus – Temposünder in Straßwalchen am Donnerstagabend. SN/lpd salzburg
So sieht ein Polizeifoto aus – Temposünder in Straßwalchen am Donnerstagabend.

Auf der Vöcklatal-Landesstraße in Straßwalchen war ein Autofahrer mit 128 statt erlaubten 70 km/h unterwegs. Sechs weitere Fahrzeuglenker überschritten dort die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um mehr als 30 km/h.

Zwei Fahrzeuglenker aus dem Tennengau fuhren auf der Tauernautobahn mit jeweils 145 km/h und ein Lenker aus der Stadt Salzburg mit 168 km/h. In diesem Abschnitt der A10 ist eine Baustelle eingerichtet und es gilt eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Bei den drei Lenkern wird ein Führerscheinentzugsverfahren eingeleitet.

20 weitere Fahrzeuglenker überschritten auf der A10 in diesem Bereich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um mehr als 30 km/h - ihnen drohen zumindest empfindliche Geldbußen.

Fahren ohne Führerschein

Zum wiederholten Mal hielten Beamte zuletzt auch eine 24-jährige kroatische Staatsbürgerin als Lenkerin ihres Pkw in Radstadt auf. Unterwegs war die Lenkerin auf der B 320 in Richtung Bischofshofen. Die Frau ist nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung. Das Fahrzeug wurde abgestellt und die 24-Jährige bei der zuständigen Behörde angezeigt.

Am Mittwochnachmittag zogen Beamte auf der A10 bei Kuchl zudem eine 21-Jährige aus dem Verkehr. Die Pongauerin hatte ihren Pkw trotz des "Lufthunderters" auf 153 km/h beschleunigt. Die junge Frau durfte die Fahrt auf der Tauernautobahn nicht mehr fortsetzen. Sie besaß keinen gültigen Führerschein. Der Probeführerschein war ihr bereits im März entzogen worden. Die 21-Jährige wird jetzt erneut angezeigt. Bereits am Mittwochvormittag war ein 51-jähriger Salzburger mit 137 km/h auf der Alpenstraße in Salzburg gefahren, obwohl nur eine Geschwindigkeit von 70 km/h erlaubt ist.

Quelle: SN

Aufgerufen am 29.10.2020 um 06:03 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburg-sportwagen-fahrer-raste-mit-156-km-h-durch-die-schwarzstrasse-85758169

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