Chronik

Salzburger Berg-Pionierin Helma Schimke gestorben

Die Salzburger Pionierin des Frauenbergsteigens, Helma Schimke, ist am vergangenen Samstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Die Architektin zählte in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den besten Bergsteigerinnen der Welt. Sie bewältigte mit zahlreichen großen Alpinisten wie Hermann Buhl, Marcus Schmuck und Fritz Wintersteller extreme Touren.

Helma Schimke wurde am 16. Februar 1926 in Seekirchen am Wallersee (Flachgau) geboren. Als 13-Jährige begann sie mit dem Bergsteigen. Im Erwachsenenalter bestieg sie mit ihren Kletterpartnern auf schwierigen Routen u.a. den Mont Blanc, die Piz Badile Nordostwand, den Großglockner über die Pallavicinirinne, die Monte Rosa Ostwand und die Fleischbank-Südostverschneidung. Ihr Mann Konrad Schimke verunglückte 1961 in einer Lawine in der Watzmann-Ostwand tödlich.

"Sie war eine großartige Spitzenbergsteigerin, sie hatte einen starken Charakter", sagte der Salzburger Bergretter Helmut Gann, der mit Helma Schimke ebenfalls in den Bergen unterwegs war, am Dienstag zur APA. Die herausragende Alpinistin habe eine der ersten Damenbegehungen in den österreichischen Bergen gemacht. Sie war Ehrenmitglied des Österreichischen Alpenklubs und des Österreichischen Alpenvereins. Die Verstorbene wird am 12. April um 10 Uhr in der Aussegnungshalle am Kommunalfriedhof Salzburg verabschiedet.

Quelle: APA

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