Chronik

Salzburger "frisierte" selbst gebautes E-Bike - und fuhr der Polizei ins Radar

Zu schnell mit dem Auto, zu schnell mit dem Motorrad - das Überführen von Temposündern ist Tagesroutine für die Polizei. Ein 19-jähriger Salzburger könnte nun ein neues "Geschäftsfeld" für die Exekutive eröffnet haben.

Am Montag um genau 15.55 Uhr ist eine Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung am Rudolfskai in Salzburg auf einen E-Bike-Fahrer aufmerksam geworden. Der junge Mann war mit dem Fahrrad auf dem Salzachradweg mit beachtlichen und per geeichtem Messgerät ermittelten 41 km/h unterwegs - ohne in die Pedale zu treten.

Als die Polizisten den Fahrradlenker anhalten wollten, musste dieser mit den Schuhen auf dem Asphalt sein Gefährt abbremsen. Eine funktionierende reguläre Bremse hatte das Fahrrad nämlich nicht.

Der 19-Jährige gab an, dass er sich als Elektrotechniker offenbar aus unterschiedlichen Teilen ein eigenes E-Bike zusammengebastelt und die 25-km/h-Drossel entfernt hatte. Nicht nur die Bremse fehlte, sondern zahlreiche andere Ausrüstungsgegenstände.

Auf dem Mopedrollprüfstand erreichte das Fahrrad hingegen einen Höchstwert von 49 km/h. "Bei einem Fahrrad dieser Leistungsklasse wäre eine Zulassung als Motorfahrrad (Moped) inklusive Kennzeichen erforderlich", hieß es im Polizeibericht. Einen ebenfalls erforderlichen Mopedführerschein besitzt der Lenker auch nicht. Zudem war er ohne Helm unterwegs. Der Lenker muss mit zahlreichen Anzeigen rechnen.

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