Chronik

Salzburger zum dritten Mal am Gipfel des Mount Everest

Der Lungauer Rupert Hauer hatte 2013 eine eigene Besteigung abgebrochen, um einem erblindeten Bergsteiger zu helfen.

Mit diesem Foto auf Facebook hat Rupert Hauer den Gipfelerfolg verkündet: „Gipfelerfolg am Everest, alle Teilnehmer, Sherpas und auch ich erreichten zwischen 05.30 und 06.30 Uhr den Gipfel.“ SN/facebook/rupert hauer
Mit diesem Foto auf Facebook hat Rupert Hauer den Gipfelerfolg verkündet: „Gipfelerfolg am Everest, alle Teilnehmer, Sherpas und auch ich erreichten zwischen 05.30 und 06.30 Uhr den Gipfel.“

Erfolg und Tragödie liegen knapp aneinander: Nur wenige Stunden, nachdem am Mount Everest (8848 Meter) ein Bergsteiger aus Graz ums Leben gekommen war, hat der Salzburger Bergführer und Alpinpolizist Rupert Hauer am Freitag eine Expedition erfolgreich auf den Gipfel geleitet. Der 50-jährige Mauterndorfer (Lungau) stand dabei das dritte Mal binnen gut eines Jahres am höchsten Punkt der Erde.

Laut einem aktuellen Facebook-Posting von Hauer seien alle Teilnehmer, Sherpas und er selbst zwischen 5.30 und 6.30 Uhr früh Ortszeit am Mount Everest gestanden. "Leider war es zum Fotografieren etwas zu kalt", schrieb er und schätzte die gefühlte Kälte samt Windeinfluss auf rund minus 50 Grad Celsius. Der Abstieg sei dann aber problemlos und ohne Verletzungen und Erfrierungen erfolgt. Für den Aufstieg hatte die Gruppe die Nordroute von der tibetischen (chinesischen) Seite gewählt. Hauer verwendete wie alle anderen Mitglieder Flaschensauerstoff.

Im Mai 2018 hatte Hauer als Expeditionsleiter binnen fünf Tagen zwei Mal zahlende Kunden für den Innsbrucker Veranstalter Furtenbach Adventures auf den Berg gebracht. Auch dieses Mal war er wieder für das Tiroler Unternehmen unterwegs. Ein Sprecher des Reiseveranstalters bestätigte am Freitag der APA gegenüber die Besteigung, konnte aber zunächst noch keine Details nennen.

Hauer hatte im Mai 2013 für Aufmerksamkeit gesorgt, als er rund 150 Höhenmeter unterhalb des Gipfels den eigenen Besteigungsversuch abbrach, um einem erblindeten amerikanischen Bergsteiger zu helfen. Er rettete dem Mann damit das Leben. Hauer zog sich beim Rettungseinsatz selbst schwere Erfrierungen an der Nase zu.

Nicht in Erfahrung zu bringen war zunächst, ob der rasche zweite Gipfelerfolg Hauers im Vorjahr als eigenständige Besteigung zählt. Neben Hauer ist auch der Grazer Bergsteiger und Filmemacher Robert Schauer drei Mal ganz oben am Mount Everest gestanden, er hat den höchsten Berg der Welt dabei aber in den Jahren 1978, 1996 und 2004 jeweils von ganz unten bestiegen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 28.11.2020 um 12:47 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/salzburger-zum-dritten-mal-am-gipfel-des-mount-everest-70736551

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