Chronik

Schmittentunnel ein Monat zu: Zell am See droht Stauchaos

Die Sperre dauert von 1. bis 25. Oktober. Eine Kampagne für die Öffis soll Entlastung bringen.

"Es wird eine Herausforderung, das ist uns allen klar", sagt Zells Vizebürgermeister Andreas Wimmreuter. "Fahrzeuge, die jetzt den Schmittentunnel nützen, werden durch das Stadtzentrum fahren, vor allem der Schwerverkehr wird eine enorme Belastung."

Grund für die lange Sperre ist der Austausch der gesamten Steuerungsanlage. Sie ist 20 Jahre alt und hat das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Die Landesstraßenverwaltung hat daher den Wechsel in Auftrag gegeben. "Der Zeitraum passt aus Sicht der Autofahrer natürlich nie, aber im Oktober ist der Verkehr doch etwas geringer als in den starken Reisezeiten", sagt Wimmreuter. Er empfiehlt, sich frühzeitig auf diese Situation einzustellen, nur notwendige Fahrten zu machen und verstärkt die öffentlichen Verkehrsmittel zu nützen.

Pinzgaubahn: Von Piesendorf nach Zell im Halbstundentakt

Dafür gibt es eine große Aktion von ÖBB, Postbus und Salzburg AG. So wird die Pinzgaubahn im Oktober an Werktagen im Abschnitt "Zell am See - Piesendorf-Bad" auf einen Halbstundentakt verdichtet. Parkflächen sind in Piesendorf und in Fürth vorhanden. Damit soll der Verkehr aus dem Süden und Westen ins Zeller Zentrum entlastet werden.

Attraktives Tarifangebot während Tunnelsperre

Einhergehen wird diese Maßnahme mit einem speziellen Preisangebot sowohl für die Pinzgaubahn als auch für die öffentlichen Verkehrsmittel aus Richtung Norden (Saalfelden). Während der Tunnelsperre wird jede Wochenkarte im Pinzgau zur Monatskarte - auf allen Strecken, nicht nur auf solchen, die unmittelbar mit der Tunnelsperre zusammenhängen. Wimmreuter: "Von 1. bis 25. Oktober profitieren Kunden ab Kaufdatum ihrer Wochenkarte einen vollen Monat lang von den Vorteilen der Pinzgauer Öffis. Egal, wann die Karte innerhalb dieses Zeitraums gekauft wird, es müssen nur Start- und Zielhaltestelle innerhalb des Pinzgaus liegen."

Um die Leistungen der öffentlichen Verkehrsmittel erlebbar zu machen, wird es auch ein kostenloses Testticket für jedermann geben. Der Salzburger Verkehrsverbund arbeitet derzeit an der Aktion. Geplant ist, Folder in Zell am See, Saalfelden, Bruck und anderen Standorten zu verteilen. Die Öffis sehen die Tunnelsperre und die damit absehbaren Staus auch als Chance, der Bevölkerung die Alternative Bahn und Bus schmackhaft zu machen. "Das könnte ein sehr wichtiger Beitrag sein, der ganzjährigen Überlastung des Straßennetzes entgegenzuwirken", sagt Andreas Wimmreuter.

Diese Überlastung ist derzeit in Kaprun, Schüttdorf und Bruck durch die Sperre der Mayereinödbrücke täglich zu spüren. Zum Ärger von Brucks Ortschefs Herbert Burgschwaiger (SPÖ) haben "besonders Schlaue" den Rad- und Fußweg entlang der Salzach mit den Autos befahren. "Sie haben einfach das Absperrgitter weggeräumt. So etwas gehört hart bestraft."



Aufgerufen am 26.08.2019 um 12:28 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/schmittentunnel-ein-monat-zu-zell-am-see-droht-stauchaos-39676765

Schöne Heimat

darf es ein bisschen mehr sein?

Von Rupp Porti
25. August 2019
die Anzahl der Blätter ist gemeint, den sechs und achtblättrigen Enzian kann ich nicht zuordnen, …

Kommentare

Schlagzeilen