Chronik

Sie machen Geschichte für alle zugänglich

Salzburgwiki- und Wikipedia-Community traf sich am Freitag zum ersten gemeinsamen Stammtisch.

"Wer weiß schon, was der Tetelheimer Turm ist?", fragt Peter Krackowizer aus Neumarkt am Wallersee und ergänzt: "Das Schlosshotel Mönchstein kennt jeder." Dass der besagte Turm ein mittelalterlicher Vorläufer von Schloss Mönchstein war, kann man auf Salzburgwiki nachlesen. "Und das erklärt auch meine Faszination für diese Plattform. Ich kann Detailwissen recherchieren und auf Salzburgwiki mit anderen teilen", schildert Krackowizer. Er war am 28. Februar 2007 um 7.39 Uhr der erste externe User, dessen Beitrag auf der von den "Salzburger Nachrichten" getragenen Online-Enzyklopädie Salzburgwiki freigeschaltet wurde. Dass die Plattform gut ankommt, zeigen die Zahlen: In knapp zwölf Jahren verzeichnet Salzburgwiki immerhin 2,8 Millionen Zugriffe.

Heute veröffentlichen und editieren etwa 50 registrierte Nutzer die aktuell 30.972 Beiträge. Ein "harter Kern" von zehn Personen tut das regelmäßig. Krackowizer hat vor Kurzem seinen achttausendsten Artikel auf Salzburgwiki veröffentlicht. Dass er auch beim gemeinsamen Stammtisch von Salzburgwiki und Wikipedia am Freitagabend im Gablerbräu dabei ist, versteht sich von selbst.

Das, was Salzburgwiki-Schreiber mit anderen Wikipedianern verbindet, ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. "Ich schreibe viel über regionale Zeitgeschichte", sagt Christina Nöbauer aus Zell am See. Alle arbeiten ehrenamtlich, regelmäßige Schreiber stecken oft viele Stunden Arbeit in ihre Recherchen und das Schreiben von Beiträgen. "Aber diese Arbeit ist nicht umsonst. Ich kann anderen damit weiterhelfen", betont Kevin Golde, der auf Wikipedia unter anderem über Asterix-Comics schreibt. Er ist extra aus München angereist und freut sich über den Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten. "Es geht ums gemütliche Beisammensein, und natürlich sprechen wir viel über Salzburg", erklärt der Münchner Burkhard Mücke. Denn die angereisten Wikipedianer bringen großes Interesse an der Geschichte Salzburgs mit. Gesprächsstoff gab es für die 24 Stammtisch-Teilnehmer am Freitagabend genug. Etwa, ob Wolfgang Amadeus Mozarts ältere Schwester "Nannerl" - wäre sie nur keine Frau gewesen und im gleichen Ausmaß gefördert worden wie ihr Bruder - nicht genauso erfolgreich hätte sein können wie Salzburgs berühmtester Sohn "Wolferl".

Wikipedianer treffen sich in Salzburg

Im Rahmen des WikiAlpenforums kommen rund 20 Wikipedianer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien in Salzburg zusammen. Das Programm der dreitägigen Veranstaltung ist exklusiv: Am Freitag lud Armin Brinzing, der Leiter der Bibliotheca Mozartiana, in den Tresorraum von Mozarts Wohnhaus zur Besichtigung der Autographen Mozarts.

Ein Höhepunkt des vom Salzburger Wikipedianer und Orgelspezialisten Roman Schmeissner organisierten Programms findet am Samstag statt: Domorganist Heribert Metzger erklärt und spielt für die Wikipedianer die Kuppelorgeln im Dom.

Aufgerufen am 18.10.2019 um 08:12 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/sie-machen-geschichte-fuer-alle-zugaenglich-59787880

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