Chronik

Sie rufen zu mehr Klimaschutz auf

Zwei Mädchen aus Radstadt riefen zu einem Schulstreik für das Klima auf. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler kamen.

„Es passiert zu wenig für das Klima und es passiert zu langsam“, so Luisa und Anika Dafert aus Radstadt. Bild: riedler SN/sw
„Es passiert zu wenig für das Klima und es passiert zu langsam“, so Luisa und Anika Dafert aus Radstadt. Bild: riedler

"Ich finde es beängstigend, dass so viele Menschen überhaupt nicht über die Klimaveränderungen nachdenken", meint die 14-jährige Schülerin Luisa Dafert. Sie und ihre 16-jährige Schwester Anika waren jetzt bereits zum dritten Mal in der Stadt Salzburg, um auf das Thema Klimawandel in der Altstadt aufmerksam zu machen: "Wir wollen, dass die Politik weltweit deutlichere Maßnahmen dazu setzt. Und wir möchten so viele Menschen wie nur möglich auf dieses wichtige Thema für unsere Zukunft aufmerksam machen", so Anika Dafert.

Als die beiden Schülerinnen des Missionsprivatgymnasiums St. Rupert vor einigen Wochen zum ersten Mal zum Schulstreik und zur Demonstration aufriefen, folgten gleich rund 150 Teilnehmer. So wurde auf bunten Schildern mit "Das elfte Gebot: Du sollst nicht klimawandeln" oder "Der Mars ist keine Lösung" von den Schülerinnen Aufmerksamkeit erregt. In ihrer eigenen Schule wird das sehr unterschiedlich aufgenommen: "Wir bekommen positive Rückmeldungen, auch von den Lehrern, die uns unterstützen. Natürlich müssen wir schauen, dass wir nicht zu viele Fehlstunden bekommen, aber prinzipiell sind die meisten positiv dazu eingestellt."

Auch viele ihrer Mitschüler fänden die Aktionen gut, "aber es gibt auch einige unter ihnen, die meinen, dass das eine sinnlose Aktion sei, die nichts verändern werde", geben sie zu bedenken.

Mittlerweile haben sich die beiden Radstädterinnen österreichweit gut vernetzt: "Wir wachsen und fühlen uns nicht mehr alleine in Salzburg verantwortlich. Wir sind schon eine große Gruppe." Ihre Ziele sind, "dass die Menschen nicht immer noch mehr wollen. Wir müssen unseren Konsum einschränken und wir alle müssen Kompromisse machen. Immer mehr und immer schneller, das wird nicht auf Dauer funktionieren."

Aus der Idee der von der schwedischen Schülerin und Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg inspirierten "Fridays for Future"-Bewegung entwickelte sich mittlerweile eine internationale Kampagne junger Menschen, vor allem Schüler und Studenten, die der Politik Versagen bei der Lösung der zentralen Zukunftsprobleme vorwerfen.

In Belgien, Deutschland oder der Schweiz gingen zuletzt jeweils Zehntausende Schüler und Studenten, auf Dutzende Orte verteilt, auf die Straße.

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