Chronik

Sonnenmoor-Chef: Warum Heilmittel derart boomen

Sonnenmoor setzt seit 1972 auf die Wirkung natürlicher Heilmittel. Ein neues Besucherzentrum in Anthering gibt nun ganz neue Einblicke in die Moor- und Kräuterwelt der Firma.

Siegfried Fink. SN/diana foidl
Siegfried Fink.

Der Duft nach frischen Kräutern weht einem entgegen, wenn man das neue Besucherzentrum von Sonnenmoor betritt. Und das, obwohl auf den ersten Blick keine der Heilpflanzen zu sehen ist, die die Firma für ihre Produkte verwendet. Bei genauerer Betrachtung fallen jedoch die bunten Tapeten auf, die vereinzelt zwischen der Holzvertäfelung hervorblitzen. Und die aus verschiedensten Kräutern gefertigt sind - von Ringelblumen bis hin zu grünem Moos.

Die duftenden Wände sind nur eine von vielen Besonderheiten, mit denen das neue Besucherzentrum des Traditionsunternehmens auftrumpft. 1500 Quadratmeter ist der gesamte Neubau groß. 400 davon fallen auf das Besucherareal. Den Rest davon bilden Büro- und Lagerräume.

Das neue Areal besteht zum einem aus einer Moor- und Kräutererlebniswelt. Darin können Interessierte Kräuter und Moore nicht nur mit allen Sinnen erleben, sondern erfahren auch alles rund um die Produktion der Heilmittel - vom Abbau der Rohstoffe bis hin zu deren Vollendung.

Zum anderen gibt es eine neue Krämerei, in der die hauseigenen Produkte angeboten werden. Seit Anfang dieser Woche hat die Besucherwelt geöffnet. Bereits gestern, Freitag, aber auch noch heute finden die Neueröffnungstage statt - mit kostenlosen Führungen durch die Erlebniswelt.

Siegfried Fink, Inhaber von Sonnenmoor, sagt: "Wir möchten unseren Besuchern einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Und sie selbstverständlich von der Natürlichkeit und Wirkung unserer Produkte überzeugen."

Für den gesamten Neubau wurden 3,5 Millionen Euro aufgewendet. Ziel ist es, jährlich 10.000 Besucher in die Erlebniswelt zu locken.

Die gesamte Branche der natürlichen Heilmittel erlebt derzeit einen Aufschwung - das bemerkt auch Siegfried Fink. Und zwar in allen Bereichen: "Das fängt bei der zunehmenden Anzahl der Länder an, in die wir exportieren und hört bei den stetig steigenden Umsatzzahlen auf."

6,3 Millionen Umsatz verzeichnet das Unternehmen momentan - Tendenz steigend. Von 2015 auf 2016 hatte Sonnenmoor ein Umsatzplus von 17 Prozent, seitdem hält sich die Steigerung konstant bei fünf bis sechs Prozent. Momentan werden die Erzeugnisse in sieben Ländern verkauft, darunter sogar Südkorea. "Es ist ein Wandel im Gange, bei dem sich viele wieder auf das natürlich Ursprüngliche besinnen. Auch immer mehr Ärzte und Apotheken springen auf diesen Zug auf", sagt Fink.

Das Unternehmen reagiert auf die steigende Beliebtheit auch mit dem Ausbau seines Sortiments - ausgefallene Produkte inklusive. Sogar Moorbier und Moornudeln werden angeboten. "Was viele nicht wissen: Moor ist bei richtiger Verarbeitung geschmacksneutral. Somit können wir Genuss und Gesundheit verbinden."

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