Chronik

Stadtpolizei eröffnete ihre Dienststelle

Die Stadtpolizisten tragen mit Ausnahme des Bundesadlers, der durch das Zeller Stadtwappen ersetzt wird, die gleichen Uniformen wie die Bundespolizisten – v. l.: Thomas Ausserhofer, Gerald Gruber, Bgm. Peter Padourek, Marco Mayer und Anton Scheibner. Nicht im Bild ist Gerald Ebner.   Simo
Die Stadtpolizisten tragen mit Ausnahme des Bundesadlers, der durch das Zeller Stadtwappen ersetzt wird, die gleichen Uniformen wie die Bundespolizisten – v. l.: Thomas Ausserhofer, Gerald Gruber, Bgm. Peter Padourek, Marco Mayer und Anton Scheibner. Nicht im Bild ist Gerald Ebner.  

Es war ein "besonderer Tag" für Bürgermeister Peter Padourek (ÖVP). Er hatte 2014 den Gedanken an eine Stadtpolizei geäußert, 2015 gab es dafür einen Grundsatzbeschluss in der Gemeinde - aber: "Der Landespolizeidirektor sagte: ,So einfach geht das nicht'", schildert Padourek. Doch nach einem runden Tisch sei klar gewesen: "Das ist eine gute Sache für Zell am See." Am Mittwoch voriger Woche wurde die Dienststelle der Zeller Stadtpolizei eröffnet.

Der erste Stadtpolizist hat bereits im September den Dienst aufgenommen, vier weitere folgen mit Anfang Dezember - nach Absolvierung des letzten Praktikums. Sie waren aus mehr als 100 Bewerbern ausgewählt und in den vergangenen zwei Jahren in der Polizeischule Großgmain ausgebildet worden. Die fünf Stadtpolizisten werden zusammen mit der Bundespolizei für Sicherheit in Zell sorgen, sagte Bernhard Rausch von der Landespolizeidirektion und ergänzte: "Sie werden auch bei komplexen polizeilichen Lagen, zur Nachtzeit und unter Zeitdruck gesetzeskonforme Entscheidungen treffen müssen." Der Grundsatz laute: "Dialog, Deeskalation und erst im dritten Schritt konsequentes Durchgreifen."

Organisatorisch zuständig ist der Bürgermeister, fachlich die Bezirksbehörde, erläuterte Bezirkshauptmann Bernhard Gratz, der anmerkte: "Sicherheit entsteht im Kopf, man braucht aber auch ein äußeres Zeichen. Dieses ist die Station, die Stadtpolizisten. Sie und die Bundespolizei sind nicht in Konkurrenz zueinander, sondern wirken gemeinsam im Dienste der Bevölkerung."

Die Stadtpolizisten haben mit Ausnahme kriminalpolizeilicher Tätigkeiten die gleichen Befugnisse wie Bundespolizisten. Sie sollen aber auch Gemeindeverordnungen - wie das Alkoholverbot auf einigen öffentlichen Plätzen - durchsetzen.

Die Einweihung des neuen Büros nahm Diakon Johannes Dürlinger vor. Er sagte: "Es ist der richtige Zeitpunkt, dass die Zeller Stadtpolizei jetzt aktiv ist." Denn nach den tödlichen Schüssen auf eine junge Frau gebe es Angst in der Bevölkerung. Dürlinger fand in den Seligpreisungen auch einen Vers, der im religiös übertragenen Sinn das Feld polizeilicher Arbeit gut widerspiegle: "Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden."

Das neue Wachlokal befindet sich im Gebäude des Hallenbades, ist in mehrere Räume unterteilt und ca. 120 Quadratmeter groß. Die Stadt investierte rund 300.000 Euro in die Adaptierung. Bürgermeister Padourek bedankte sich bei allen am Aufbau der Stadtpolizei Beteiligten, vor allem auch beim örtlichen Tourismusverband, der einen Posten mitfinanziert.


Aufgerufen am 14.11.2019 um 08:13 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/stadtpolizei-eroeffnete-ihre-dienststelle-59770681

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