Chronik

Trauer um Johann Neureiter in Krispl-Gaißau

Im 94. Lebensjahr verstorben: Der ehemalige Schuldirektor prägte das Dorfleben in Krispl-Gaißau - schulisch, kulturell, sportlich und in der Pfarrgemeinde.

Beruflich war das Lebenswerk von Johann "Hans" Neureiter die Volksschule Gaißau - der gebürtige Taugler leitete nicht nur die Volksschule Krispl-Gaißau von 1. September 1964 bis September 1987 als Direktor, sondern er hatte auch aktiv daran mitgewirkt, dass der Schulbau in Gaißau überhaupt möglich geworden war.

Aber auch abseits der Schule prägte Neureiter das Dorfleben über Jahrzehnte, von Kultur und Musik über den Sport bis hin zur Pfarrgemeinde: Er war Gründungsmitglied des örtlichen Sportvereins sowie des Kameradschaftsbunds, gründete den Fremdenverkehrsverband und gründete und leitete über Jahrzehnte die Theatergruppe: "Er war ein leidenschaftlicher Theaterspieler, führte Regie und übernahm die Hauptrolle." Zudem spielte er mehr als 40 Jahre Tenorhorn bei der Trachtenmusikkapelle und fungierte als Sprecher der Kapelle bei Festen und Auftritten. Und bis in seine späten 80er war auch noch leitend bei den Stockschützen aktiv.

Hohe Auszeichnungen der Erzdiözese und des Bildungswerks

Er war im Pfarrgemeinderat tätig (drei Perioden lang als dessen Obmann) sowie jahrzehntelang als Organist und Leiter des Kirchenchors - 2009 wurde er dafür mit dem goldenen Rupert- und Virgil-Verdienstzeichen der Erzdiözese Salzburg ausgezeichnet. Und nicht zuletzt leitete er auch das örtliche Bildungswerk über viele Jahrzehnte und erhielt dafür als Erster im Bundesland den Ehrenring des Salzburger Bildungswerks.

Als Volksschullehrer in St. Koloman hatte er in den 1950ern seine Frau Inge kennengelernt, die ihn nun bis zum Schluss gepflegt hat: In seinen letzten Jahren hatte er mit Schwerhörigkeit und Demenz zu kämpfen gehabt. 2018 hatten Hans und Inge mit der Familie (mittlerweile drei Kinder, acht Enkel und vier Urenkel) noch die diamantene Hochzeit gefeiert. Halt gab ihm bis zuletzt die Familie: Ein Großteil davon wohnt in zwei Häusern in unmittelbarer Nähe zueinander in Oberalm (siehe dazu auch diesen Bericht in der "Salzburger Nachrichten" aus dem heurigen Frühjahr).

Noch im Frühjahr bereitete Hans Neureiter trotz angeschlagener Gesundheit Brennholz für den kommenden Winter vor.

Hans Neureiter verstarb am vergangenen Donnerstag im 94. Lebensjahr im Familienkreis in Oberalm. Das Begräbnis findet im engsten Familienkreis statt, "den Gedenkgottesdienst holen wir zu einem späteren Zeitpunkt nach, wenn es die Covid-Beschränkungen zulassen", erklärt Sohn Thomas Neureiter.

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