Chronik

Ulrike Guérot erhält Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung

Die Politikwissenschafterin und Publizistin Ulrike Guérot erhält den Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung 2019. Ihre Bücher gelten als Meilensteine in der neueren Debatte zur Zukunft der Europäischen Union.

Die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Guérot erhält den Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung 2019. SN/lmz
Die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Guérot erhält den Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung 2019.

Der Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung werde alle drei Jahre an eine Persönlichkeit vergeben, die zukunftsweisende Ideen präge und sich traue, einige Schritte weiter zu gehen, als bequem erscheint. "Ich gratuliere Ulrike Guérot sehr herzlich. Sie formuliert ihre Vorstellung einer europäischen Integration mit Leidenschaft, und ihr Wunsch an die Zukunft prägt unser Verständnis der Gegenwart", sagt Landesrätin Andrea Klambauer.

Zur Vergabe 2019 standen insgesamt 16 Nominierte zur Auswahl. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert und wird vom Land Salzburg auf Vorschlag der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen vergeben.

"Eine Utopie unseres Kontinents"

Ulrike Guérot ist seit 2016 Professorin an der Donau-Universität Krems und Leiterin des dortigen Departements für Europapolitik und Demokratieforschung. Zudem ist sie Gründerin des European Democracy Labs in Berlin. Ihre beiden Bücher "Warum Europa eine Republik werden muss! Eine politische Utopie" und "Der neue Bürgerkrieg - das offene Europa und seine Feinde" gelten als Meilensteine in der neueren Debatte über die Zukunft der Europäischen Union.

In der Begründung der von Universitätsprofessor Klaus Firlei geleiteten Jury heißt es: "Ulrike Guérot hat sich um die Zukunft verdient gemacht, weil sie eine wissenschaftlich fundierte, der Aufklärung und der Europäischen Grundrechte-Charta verpflichtete Utopie unseres Kontinents entwickelt hat und zudem ihre fachliche Kompetenz höchst wirkungsvoll in die Zivilgesellschaft und in die politischen Diskurse einbringt."

Gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn wird Landesrätin Klambauer am 13. November den Preis vergeben. Auch eine Diskussion mit jungen Menschen entweder in einer Schule oder an der Universität ist geplant.

Der Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung wird 2019 zum zehnten Mal verliehen. Erster Preisträger war Robert Jungk, es folgten Dorothee Sölle, Jakob von Uexküll, Luise Gubitzer, Franz-Josef Radermacher, Jean Ziegler, Marianne Gronemeyer, Elmar Altvater und Byung-Chul Han.

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.11.2019 um 09:59 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ulrike-guerot-erhaelt-salzburger-landespreis-fuer-zukunftsforschung-78018961

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