Chronik

Unwetter in Muhr: "Wir sind knapp an großen Schäden vorbeigeschrammt"

Philipp Santner (60) ist Katastrophenschutzreferent im Lungau. Laut dem Experten hatte der kleine Ort Muhr noch Glück im Unglück.

Katastrophenschutzreferent Philipp Santner. SN/hannes perner
Katastrophenschutzreferent Philipp Santner.

Durch den Starkregen drohte sogar der Rotgülden-Stausee über die Ufer zu treten. Wie gefährlich war die Lage? Philipp Santner: Es war kritisch. Der Stausee im Talschluss, er fasst 14,9 Millionen Kubikmeter, hatte am Dienstag um acht Uhr nur noch 30 Zentimeter Kapazität. Hätte es noch einige Stunden so stark weitergeregnet, wäre das Wasser übergelaufen. Muhr ist knapp an noch größeren Schäden vorbeigeschrammt.

Wie sieht die erste Schadensbilanz aus? Insgesamt nahmen im Ortszentrum rund 20 Häuser mehr oder weniger stark Schaden, einige wurden massiv überflutet. Die Landesstraße wurde überflutet und verschlammt. Die Gemeindestraße nach Hintermuhr ist sicher noch länger gesperrt. Der Ort war stundenlang von der Außenwelt abgeschnitten. Erst Dienstagmittag hat sich die Lage deutlich entspannt.

Hat Sie die Intensität der Niederschläge überrascht? Definitiv. Dass es in Muhr so niedergeht, war vorab nicht so prognostiziert und wohl auch nicht so vorhersehbar.

Wie viele offizielle Helfer standen im Einsatz? Bis zu 80 Personen. Neben Feuerwehr und Polizei etwa Leute der Straßenmeisterei, Gemeinde, Wildbachverbauung und Salzburg AG.

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Aufgerufen am 15.12.2018 um 09:06 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/unwetter-in-muhr-wir-sind-knapp-an-grossen-schaeden-vorbeigeschrammt-59661493

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