Chronik

Verirrter Gamsbock im Mirabellgarten

Den "Bock zum Gärtner machen" ist eine Redewendung in der deutschen Sprache. Mittwochfrüh ist diese Metapher im Salzburger Mirabellgarten samt und sonders Realität geworden.

Auf dem Kapuzinerberg in der Stadt Salzburg ist eine kleine Kolonie an Gämsen ansässig. Erst vor wenigen Wochen wurde dort zwecks Erweiterung des bestehenden Gen-Pools ein weibliches Tier ausgesetzt.

Am Mittwochmorgen dürfte nun eines dieser Tiere sein Revier verlassen haben. Passanten sichteten es im morgendlichen Sonnenschein im Mirabellgarten, der sich ja nicht allzu weit entfernt vom Kapuzinerberg befindet. Der - wie sich später herausstellte - dreijährige Gamsbock spazierte in den sorgsam gepflegten Blumenbeeten herum.

Da diese Art der Gartennutzung so nicht vorgesehen ist, rückten Männer der Berufsfeuerwehr an. Mit der Hilfe eines Jägers sowie einer Tierärztin aus dem Zoo Salzburg konnte das Wildtier schließlich betäubt und in sein Revier zurücküberstellt werden.

Salzburgs Berufsfeuerwehr führt jährlich um die 3400 Einsätze aller Art durch. Mehr als 2100 davon sind sogenannte technische Einsätze. Unter dem Punkt "Tier aus Gefahr/Zwangslage" sind im Jahresbericht 2020 immerhin 141 entsprechende Ausrückungen verzeichnet. Im Jahresbericht 2022 wird der Mirabellgarten sicher auch erwähnt.

Aufgerufen am 06.07.2022 um 12:09 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/verirrter-gamsbock-im-mirabellgarten-121505371

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