Chronik

Die Eislaufrunde im Salzburger Volksgarten steht - und wartet darauf, öffnen zu dürfen

Ein 240 Meter langer Rundkurs führt unter freiem Himmel über das Gelände und verbindet zwei neue Eisflächen miteinander. Das neue Angebot richtet sich an Familien und Hobbyeisläufer, die in den vergangenen Jahren aus der Eisarena vertrieben wurden.

Kleine Unebenheiten sind noch drinnen, aber noch ist an ein Öffnen für den Publikumslauf ohnehin nicht zu denken. Erst wenn die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie wieder gelockert werden, könnte erst einmal eine begrenzte Anzahl von vielleicht 100 Eisläufern über die neue "Eiszauber"-Runde flitzen. Er hoffe, dass die Eislaufflächen, die im Freien seien, so behandelt würden wie der Wintersport, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ). An eine Öffnung vor Mitte Dezember glaubt er nicht. "Vielleicht", meint er, wäre es möglich, dass einzelne Schulklassen (die dafür keinen Eintritt bezahlen müssten) ihren Turnunterricht auf der neuen Eisfläche abhalten dürfen. Aber auch dazu brauche es eine Genehmigung der Behörde.

Denn die jetzt aufgebaute Anlage samt Eis werde ohnehin auf Stand-by gehalten. Sobald es das Okay gebe, sei der Eiszauber innerhalb von zwei, maximal drei Tagen betriebsbereit. "Wir sind da schneller, als jede neue Verordnung online geht", betont Roland Oberhauser, der Leiter der städtischen Betriebe.

600 Meter Strom- und 200 Meter Wasserleitungen sind von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs unterirdisch verlegt worden, bevor mit dem Aufbau begonnen werden konnte. Eine 240 Meter lange Bahn, die sich durch das Areal schlängelt, verbindet zwei neue Eisflächen miteinander. Insgesamt sind so 1400 Quadratmeter neue Eisfläche entstanden. Gekostet hat das Ganze 550.000 Euro inklusive aller Beleuchtungsmaßnahmen. Denn für die entsprechende Stimmung sorgen 100 kleine Christbäume, die ebenso wie die Bahn selbst sowie eine große Trauerweide und ein Ahornbaum beleuchtet werden.

Die Investition zahle sich für Salzburg in mehrfacher Hinsicht aus, ist Bernhard Auinger überzeugt. Zum einen habe die Anlage eine mindestens 25-jährige Betriebsdauer, zum anderen könne sie jederzeit verändert, umgebaut oder um Attraktionen erweitert werden - damit es mit den Jahren nicht langweilig werde. Zum anderen soll sie ein Angebot an die in den vergangenen Jahren vergraulten Eislauffans sein. Die bestehenden Eisflächen ließen neben dem Sportbetrieb nur wenige Möglichkeiten - zuletzt waren es zwei Mal wöchentlich eineinhalb Stunden abends - für Publikumslauf. Die Eisarena habe dadurch zwei Drittel ihrer früheren Besucher verloren, betont Auinger. Für sie, aber auch für Familien, die ihre Freizeit zum Eislaufen nützen wollten, sei das ein attraktives Angebot. Vor allem auch deshalb, weil es in Salzburg ohnehin kaum Natureis gebe, das zum Eislaufen freigegeben werden könnte, ergänzt Klaus Hinterberger, Vorstand der zuständigen Abteilung 7 (Betriebe) im Magistrat.

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