Chronik

Feuerwehrmann aus Golling geriet bei Vorführung in Stromleitung - tot

Bei einer Kindersicherheitsolympiade in Golling kam es am Freitag um 11.30 Uhr bei einer Vorführung durch die Feuerwehr zu einem schrecklichen Unfall. Ein Feuerwehrmann, der mit sechs Kindern in einer Teleskopbühne nach oben gefahren war, geriet in eine 110 kV-Leitung. Er erlitt einen Stromschlag. Kurz darauf erlag der 45-Jährige seinen Verletzungen. Die Kinder erlitten keine physischen Verletzungen.

Der Schock saß tief in Golling. Auch Stunden nach dem tödlichen Vorfall bei der Sicherheitsolympiade standen Feuerwehrleute, Helfer des Roten Kreuzes und Vertreter der Politik noch immer fassungslos vor der Hebebühne, in der sich die Tragödie ereignet hatte. Neben dem Bürgermeister waren auch der für Zivilschutz ressortzuständige Landesrat Sepp Schwaiger und Landeshauptmann Wilfried Haslauer zum Sportplatz nach Golling gekommen, um die Hintergründe des Vorfalls zu erfahren.

Gegen 9.30 war dort am Freitag die Sicherheitsolympiade des Zivilschutzverbandes gestartet. Bei der Veranstaltungen sollen Kinder der 3. und 4. Volksschulklassen lernen, wie man sich richtig in Notsituationen verhält. 16 Schulklassen mit 400 Burschen und Mädchen hatten in Golling teilgenommen. Neben den Übungen gehörte auch ein Rahmenprogramm zu der Olympiade, bei dem Einsatzkräfte ihr Können zeigen sollten, sagt Landesrat Sepp Schwaiger. "Es wurde entschieden, dass die Feuerwehr mit ihrer teleskopartigen Hebebühne mit den Kindern fährt. Dabei ist es passiert."

Sechs Kinder saßen mit im Korb

Gegen 11.30 Uhr war ein 45-jähriger Feuerwehrmann aus Golling mit sechs Kindern in der Hebebühne, die in der Nähe einer 110-kV-Hochspannungsleitung aufgestellt war. Augenzeugen berichten, dass sich der Mann mit der Hebebühne horizontal der Stromleitung näherte. Danach wurde eine Flamme gesehen, der 45-Jährige brach zusammen.

Laut Sepp Schwaiger wurde der Strom innerhalb weniger Minuten abgeschaltet, dann kletterten Bergretter in den Korb der Teleskopbühne, um den Verunfallten Mann und die sechs Kinder nach unten zu bringen. Rot-Kreuz-Helfer, die wegen der Vorführungen am Unfallort waren, begannen sofort mit Reanimationsmaßnahmen. Für den 45-Jährigen kam aber jede Hilfe zu spät.

Viele schockierte Zeugen

Vier der sechs Kinder wurden nach dem Vorfall ins Spital gebracht: Sie waren zwar augenscheinlich unverletzt, mussten aber vorsorglich untersucht werden. Zwei von ihnen wurden schließlich stationär aufgenommen. Die vielen schockierten Zeugen wurden von acht Mitarbeitern des Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Noch unklar war am Freitag, ob der 45-jährige die Stromleitung berührt hatte oder ob es zu einem Funkenüberschlag gekommen war. Das wird nun von Unfallgutachter Gerhard Kronreif untersucht. Dazu wurde das Fahrzeug in einer Halle sichergestellt. "Man muss auch überprüfen, ob es möglicherweise eine Fehlfunktion in der Hydraulik der Hebebühne gab und der Feuerwehrmann deshalb in die Nähe der Stromleitung fuhr."

"Betroffenheit in der Gemeinde sehr groß"

Auch die Angehörigen des Mannes wurden vom Roten Kreuz betreut. Bürgermeister Peter Harlander (ÖVP) zeigte sich besonders betroffen von dem Vorfall. "Ich möchte der gesamten Familie mein Beileid ausdrücken. Er hat sich in der Gemeinde stark eingebracht, neben seiner Tätigkeit bei der Feuerwehr war er auch Gemeindevertreter. Die Betroffenheit ist sehr groß."

Quelle: SN

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