Chronik

Video: Spektakulärer Plan für neues Paracelsusbad

Ein mutiger Entwurf der Berliner Architekten Heike Matcha und Günter Barczik gewinnt den Wettbewerb für den Bau des neuen Hallenbades in Salzburg. Geplant sind balkonartigen Badeflächen und eine Glasfassade.

"Das wird ein neues Wahrzeichen für die Stadt", sagte Bürgermeister Heinz Schaden am Freitag bei der Präsentation der Pläne. Am Standort des bestehenden Hallenbades wird ein spektakulärer Bau mit einer Glasfassade zum Kurgarten und balkonartigen Badeflächen errichtet werden. "Es gibt weltweit kein vergleichbares Bad", meinte Planungsstadtrat Johann Padutsch. Die Becken liegen auf vier Ebenen und ragen wie Balkone in den vom Erdgeschoß bis zum Glasdach offenen Raum. Der Saunabereich ist im obersten Stock angesiedelt, vorgesehen ist ein Außenbecken und ein Cafe auf der Dachterrasse. Im Bad wird es ein Familienbecken, ein Sportbecken, ein Lehrschwimmbecken, Sprungtürme und eine Rutsche geben.Auch finanzielle HerausforderungDer Entwurf birgt auch viele technischen Herausforderungen. Errichtet wird neben dem Hallenbad auch ein neues Kurhaus und ein Bürokomplex. Außerdem könnte eine Seniorenresidenz entstehen. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei mehr als 50 Mio. Euro, sagte Schaden. Das Hallenbad schätzt er auf 35 Mio. Euro. "Es ist eine große finanzielle Herausforderung, aber wir stemmen das", meinte der Bürgermeister. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Pläne für einen Neubau des in die Jahre gekommenen Paracelsusbades stets gescheitert. Dass es dieses Mal realisiert wird, ist für die Stadtpolitiker von SPÖ, ÖVP und Bürgerliste so gut wie sicher. Baubeginn 2014 geplantFür den Architektenwettbewerb wurden 64 Projekte eingereicht, fünf Entwürfe schafften es in die Endrunde. "Das Siegerprojekt hat von Anfang an hervorgestochen, weil es das Unmögliche möglich macht", sagte Architektin Ursula Spannberger, die Mitglied der Jury war. Nach dem Abriss des Paracelsusbades im kommenden Jahr kann angrenzend an das Hotel Sheraton in der Auerspergstraße das neue Kurhaus gebaut werden. Das alte Kurhaus bleibe dabei in Betrieb, erläuterte Vizebürgermeister Harald Preuner. Nach der Fertigstellung des Kurhauses wird der alte Komplex abgerissen und das Bad fertiggestellt. Schaden rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2014.

Quelle: SN, Apa

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