Chronik

Vize will jetzt in die erste Reihe

In vielen Gemeinden bereiten sich Bürgermeisterkandidaten auf die bevorstehende Wahl im März 2019 vor. In St. Margarethen will Vizebürgermeister Hans Lüftenegger ganz nach vorn.

Hans Lüftenegger ist aktuell Vizebürgermeister in St. Margarethen. Im März stellt er sich als Bürgermeisterkandidat zur Wahl.   Perner
Hans Lüftenegger ist aktuell Vizebürgermeister in St. Margarethen. Im März stellt er sich als Bürgermeisterkandidat zur Wahl.  

Seit über 20 Jahren ist Hotelier Hans Lüftenegger politisch tätig. Nach zehn Jahren als Fraktionsmitglied in der ÖVP wurde er zum Gemeinderat bestellt. Seit 2014 ist er Vizebürgermeister. "Als politischer Vertreter kann man mitbestimmen und mitgestalten. Man erfährt Dinge früher, wodurch anschließend noch Zeit bleibt zu gestalten", sagt der 52-Jährige.

Geprägt wurde er schon früh in seiner Kindheit durch den langjährigen politischen Einsatz von seinem Vater Johann Lüftenegger, der als Höhepunkt Bürgermeister in St. Margarethen war. Und wie würde sich die Aufgabe als Ortschef zeitlich parallel zum Hotelbetrieb arrangieren lassen? "Durch unsere betriebliche Veränderung von der einstigen Skihütte zum 4-Stern-Hotel wird der Betrieb heute anders geführt als früher. Dadurch ergeben sich heute mehr Spielraum und freie Kapazitäten für neue Herausforderungen." Sein Sohn Fabian (23) ist fertig ausgebildeter Touristiker und aktuell Student im Bereich "Innovation & Management im Tourismus" an der Fachhochschule Puch/Urstein: "Er ist quasi auf dem Sprung nach Hause", sagt Lüftenegger. Durch seine Tätigkeit als Vizebürgermeister hätte er in den letzten viereinhalb Jahren genügend Möglichkeit zum Einblick in die Gemeindeagenden gehabt: "Positiv ist es mit Sicherheit, wenn man sich mit der Bevölkerung gleichermaßen über die Fertigstellung von Projekten freuen darf. Dann sind die Weichen für die Zukunft positiv gestellt. Zu den schönen Momenten gehören sicherlich auch die Gespräche bei Besuchen von Kindergarten- und Volksschulkindern bis hin zu den Pensionisten bei Geburtstagsgratulationen."

Und was sind die Herausforderungen? "Die wohl größte Herausforderung ist es, allen Anforderungen gerecht zu werden. Es gibt bei jedem Projekt mehrere Lösungen. Die beste Lösung ist jene, die den größten Zuspruch bekommt. Wenn Projekte anstehen, braucht es lösungsorientierte Ansätze. Dies erfordert wie im Hotelbetrieb ein Gespür für die Sache."

Von der Infrastruktur her sei St. Margarethen gut aufgestellt: "Das haben wir den Bürgermeistern und den Gemeindevertretungen der letzten Jahrzehnte zu verdanken. Wir haben ein ausgezeichnetes Vereinswesen. Der Zubau der Feuerwehr mit rund 2000 geleisteten freiwilligen Stunden unterstreicht das."

Was braucht es für die Zukunft? "Hinsichtlich Wohnraum für junge Familien besteht Bedarf. Wir brauchen leistbares Bauland im Ort. Für das Kaufhaus Oberkofler braucht es spätestens ab April 2019 eine Lösung zum Fortbestand. St. Margarethen ist für mich ohne Kaufhaus nicht vorstellbar."

Weiters stehen die Gestaltung der Muraufweitung bei der Ortseinfahrt Ost und die Gestaltung des Gemeindeplatzes auf seiner Agenda.

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