Chronik

Wenn die Technik versagt: Navi leitet Autofahrer immer wieder fehl - zuletzt auf eine Skipiste

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde Sonntagabend die Freiwillige Feuerwehr Mühlbach gerufen.

Da ging nichts mehr: Ein ungarischer Autofahrer blieb auf einer Skipiste in Mühlbach stecken.  SN/ freiwillige feuerwehr mühlbach
Da ging nichts mehr: Ein ungarischer Autofahrer blieb auf einer Skipiste in Mühlbach stecken.

In der Nähe des Arthurhauses waren ungarische Urlauber mit ihrem Auto auf der Skipiste hängen geblieben. Sie waren - eigentlich - auf dem Rückweg in ihre Unterkunft in Kaprun. Das Navigationssystem hatte sie laut ihren Angaben auf die Piste hingeleitet. Nach knapp 100 Metern war allerdings Schluss mit der fehlgeleiteten Fahrt, denn der Wagen kam weder vor noch zurück. Zehn Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr rund um Einsatzleiter Josef Schweiger konnten den Pkw mit einem 80 Meter langen Seil bergen. Letztendlich wiesen die Einsatzkräfte den Urlaubern den Weg in ihr Quartier.

Immer wieder verlassen sich Verkehrsteilnehmer auf ihre Navis - und kommen dann in überraschende bis unangenehme Situationen:

E-Bike-Fahrer verirrte sich "Dank" Navi ins Hochgebirge

Da hätte er dem Navi besser nicht vertraut: Bereits im September ist ein E-Bike-Fahrer aus Deutschland von seiner Technik derart in die Irre geleitet worden, dass ihn die Bergrettung beim Tauernmoossee in Uttendorf auf 2000 Meter aus dem Hochgebirge bergen musste. Eine Straßenkarte hatte der 64-Jährige nicht bei sich.

Polizeikontrolle statt Freudenhaus

Das war eine Verquickung unglücklicher Umstände: Ein Autofahrer wollte im Februar des Vorjahres eigentlich ins Bordell auf der österreichischen Seite des Walserbergs. Sein Navi hatte ihn offensichtlich verlassen, denn er überquerte die Grenze nach Deutschland. Dort stoppte ihn die deutsche Bundespolizei, nahm in seinem Auto unangenehmen Geruch wahr und machte daraufhin einen Alko-Test. Mit Erfolg, denn der Mann hatte 1,1 Promille Alkohol im Blut. Aus dem Abendprogramm wurde wohl nichts mehr, der Mann wurde angezeigt und musste mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.

Trotz Navi verfahren: Polizei stoppte Schlepper

Die deutsche Polizei hat im April 2016 auf der Autobahn Salzburg-München einen mutmaßlichen Schlepper gestoppt. Der in Österreich lebende Araber (30) wollte offenbar vier Iraker illegal über die Grenze bringen. Gegenüber der Polizei sprach der Mann von einem Missverständnis. Er sei bei der Heimfahrt nach Wien trotz Navigationsgerät vom Weg abgekommen und versehentlich über die Grenze gefahren. "Das klingt komisch, kann aber nicht ganz ausgeschlossen werden", sagte ein Sprecher der deutschen Bundespolizei zu diesem Fall.

Technik lotste in enge Falle

Vom eigenen Navigationssystem ist vor rund vier Jahren ein Autofahrer aus dem Flachgau im benachbarten Bayern in die Irre geführt worden. Das Gerät lotste den damals 64-Jährigen mit seinem Kleinbus bei Berchtesgaden auf einen abfallenden Weg, der nach und nach immer enger wurde, bis der Wagen zwischen einer Steinmauer und einem Holzgeländer stecken blieb, so die bayerische Polizei. Der Salzburger kletterte über die Sitzreihen nach hinten, um durch die hintere Ladetüre auszusteigen. Danach verständigte er die Polizei. Der Kleinbus wurde schließlich in einer aufwändigen Aktion mit einer Seilwinde geborgen.

Quelle: SN

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