Chronik

Wenn Roboterarme beim Operieren helfen

So sieht es aus, wenn Science-Fiction in der Gegenwart angekommen ist: Seit kurzem operiert man an der Urologie am Uniklinikum Salzburg mithilfe des so genannten DaVinci-Systems.

Im Operationssaal SN/salk/wildbild
Im Operationssaal

Ab Jänner wird auch die Universitätsklinik für Chirurgie diese Technologie für Dickdarm-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- und Gallen-Eingriffe anwenden. Bei der roboterassistierten Chirurgie mit dem DaVinci-System steht der Chirurg nicht direkt am Patienten, sondern schaut in die Optik einer Konsole. Über zwei Bedienelemente für Daumen- und Mittelfinger der rechten und der linken Hand steuert er die Instrumente, die sich an speziellen Roboterarmen im Körper des Patienten befinden. Dabei erlaube, so die Landeskrankenanstalten; die eingesetzte Technologie ein Höchstmaß an Präzision - dank HD-TV bis zu 40-fachen Vergrößerung des OP-Feldes, sodass der Operateur sämtliche Gewebsschichten und Strukturen detailgenau beurteilen könne. Sie schaffe zudem eine höhere Beweglichkeit als die Hand, weil sich das Instrument mit seinen sieben Freiheitsgraden um 540 Grad um die eigene Achse drehen lässt.

Der Gesundheits- und Spitalsreferent des Landes, Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl sagt, ein Ziel der Gesundheitspolitik sei, die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen möglichst lange zu erhalten. "Von der Reparaturmedizin hin zu einem echten Gesundheitssystem. In Salzburg haben wir mit der Umsetzung bereits begonnen und lenken den Fokus verstärkt auf die Vorsorge. Wenn man aber trotzdem erkrankt, dann sollten die Salzburger Patienten die beste Behandlung bekommen können. Das Uniklinikum Salzburg bietet seinen Patienten das derzeit modernste chirurgische Verfahren an."

Aufgerufen am 16.09.2021 um 09:05 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/wenn-roboterarme-beim-operieren-helfen-21308719

Kommentare

Schlagzeilen