Kultur

Anna Cäcilia öffnete in China die Tür für Mozart

Die Stiftung Mozarteum hat beim Staatsbesuch ein Jahrhundertprojekt ins Rollen gebracht. Mozart soll so groß präsentiert werden wie nie.

Mozart-Museen-Leiterin Gabriele Ramsauer, Anna Cäcilia Pföß und Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg (von links) SN/florian oberhummer
Mozart-Museen-Leiterin Gabriele Ramsauer, Anna Cäcilia Pföß und Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg (von links)

Wenn Anna Cäcilia Pföß einen volksmusikalischen "Schleunigen" auf Mozarts Kindergeige intoniert, dann hält der Saal den Atem an. Das dürfte beim Staatsbankett in Peking kaum anders gewesen sein als am Freitag im Wiener Saal der Stiftung Mozarteum.

"Anna Cäcilia ist ein Geschenk des Himmels. Mit ihrer Hilfe ist es uns gelungen, in China ganz besondere Menschen zu bewegen", zog Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg ein euphorisches Resümee der China-Reise.

Der gemeinsame Auftritt von Honsig-Erlenburg und der hochtalentierten Siebenjährigen aus Elsbethen hat der Salzburger Mozart-Institution die Türen für ein Jahrhundertprojekt geöffnet: Für 2021 ist eine große Mozart-Ausstellung in Peking und zwei weiteren Großstädten geplant, gekoppelt an eine Konzertreihe.

"Damit nehmen wir den Gedanken unseres neuen Intendanten Rolando Villazón auf, die Mozartwoche auf Tour zu schicken", sagt der Stiftungs-Präsident.

Im Zentrum sollen die historischen Schätze aus den hauseigenen Beständen stehen. Neben Mozarts Kindergeige besitzt die Stiftung etwa noch drei weitere Streichinstrumente, die Mozart benutzt hat. "Die Reise hat gezeigt, dass wir in China größer denken müssen. Dort müssen wir mit einem ganzen Mozart-Universum auftreten", sagt Gabriele Ramsauer, Leiterin der Museen in Mozarts Wohnhaus und Geburtshaus. Vor allem die technischen Möglichkeiten seien im Reich der Mitte unbegrenzt: "Wir werden für die Ausstellung vielleicht mit Medien arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt."

Die kostbare Mozart-Geige überstand die je zehnstündige Flugreise im Handgepäck ebenso unbeschadet wie Anna Cäcilia Pföß. Doch wie behält ein Volksschulkind beim Auftritt vor Polit-Granden wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Chinas Staatspräsident Xi Jinping die Nerven im Griff? "Ich dachte mir einfach, dass die Leute mir wurscht sind", erzählt Anna. Der mächtigste Mann des Milliardenreichs hat sich danach bei ihr bedankt. "Ich hab aber nix verstanden, weil er ja chinesisch geredet hat", verrät sie.

Quelle: SN

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