Kultur

Die Dating-App Tinder kommt auf die Bühne

Der Salzburger Autor Ben Pascal präsentiert am Schauspielhaus ein Stück über das Scheitern.

Bina Blumencron SN/david haunschmidt
Bina Blumencron

Eine US-Künstlerin soll 120 Männer am gleichen Tag zu einem Date eingeladen haben. Das Kommunikationstool für diese irrwitzige Performance bildete die beliebte Dating-App Tinder.

Der Salzburger Autor Ben Pascal ließ sich von diesem Kunstprojekt zu seinem neuen Text "Tinder - A Fucked Up Night" inspirieren. Am Schauspielhaus Salzburg entwickelt sich aus dem Monolog ein Abend mit einer Schauspielerin und vier Puppen. Bina Blumencron spielt eine Schauspielerin, die immer Musikerin werden wollte und nun mit ihren Ex-Freunden, allesamt Musikern, in eine Zwiesprache tritt. Die musikaffine Schauspielerin verleihe dabei den Männern eine Stimme musikalischer Art, verrät Ben Pascal vor der Urauführung am Freitag. Die Leidenschaft für Musik und Schauspiel vereint Pascal und Blumencron, die gemeinsam in der Band Elva musizieren.

Er selbst habe Erfahrung mit Tinder, gesteht der Autor: "Die waren aber nicht wahnsinnig toll." Es sei vor allem ein Abend über das Scheitern: "Ich persönlich glaube nicht, dass man in drei oder vier Minuten seine Traumfrau oder seinen Traummann kennenlernt."

"Tinder - A Fucked Up Night" ist nicht nur Bina Blumencrons erster Soloabend, sondern auch das Debüt von Ben Pascal am Schauspielhaus Salzburg. Das Folgeprojekt trägt familiäre Züge: Benjamin Pascal inszeniert Anfang 2020 den "Ritter Kamenbert", das Erfolgsstück seines Vaters Peter Blaikner.

Theater: "Tinder - A Fucked Up Night" von Ben Pascal. Schauspielhaus Salzburg, Premiere am 11. 10.

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