Kultur

Migranten, Flüchtlinge, Salzburger: Sie erzählen Geschichten des Gelingens

An den kommenden vier Samstagen wird die Galerie am Franz-Joseph-Kai in Salzburg zum Ort der Begegnung. Start ist am 13. April von 14 bis 18 Uhr.

Fotograf und Galerist Robert Strasser wollte im Herbst 2015, als die ersten Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof ankamen, eigentlich nur für zwei Stunden mithelfen. "Daraus sind dann sechs Monate geworden", schildert er. Seither ist der Hilfsorganisationen wie der Caritas, dem Diakonie Flüchtlingsdienst oder Bauern helfen Bauern eng verbunden. Und deshalb hat er auch nicht gezögert, als er gefragt wurde, ob er sich an den Österreichischen Integrationswochen beteiligen will.

Noch bis zum 10. Mai ist seine STROB-Galerie am Franz-Joseph-Kai Ort der Ausstellung "Was ist für mich Heimat?" Gezeigt werden Bilder von Kindern aus Lerncafés genaus wie von Migranten und Flüchtlingen, die in Salzburg leben. So wie jene von Christine Umuhoza (31) aus Ruanda und Fazel Shafa (29) aus Afghanistan. "Ich bin hier zwar in Sicherheit", sagt Fazel, seine Gedanken sind jedoch noch in Afghanistan, bei der Familie. Der 29-Jährige kam 2015 nach Österreich, spricht perfekt Deutsch und absolviert den Elektrotechnikzweig an der HTL. Christine ist erst seit fünf Monaten in Österreich und dabei Deutsch zu lernen. Sie hofft, hier einmal in ihrem Beruf - sie ist Sozialarbeiterin und Psychologin - arbeiten zu können.

Nicht immer gelingt Integration - aber immer wieder. Das aufzuzeigen, ist Ziel des projekts. Während der Österreichischen Integrationswochen wird Strassers Galerie jeweils samstags von 14 bis 18 Uhr zum Ort der Begegnung. Unter dem Motto "Beim reden kemman d'Leit zamm" können dort Salzburger und Migranten ins Gespräch kommen. "Man hört und liest viel von Migranten, viele haben sind aber noch nie einem Flüchtling persönlich begegnet", sagt Strasser. Deshalb will er ganz besonders jene einladen, die dem Thema Migration und Integration kritisch gegenüberstehen.

Kennenlernen kann man bei der Gelegenheit auch "The Journey", ein Podcast-Projekt, das Regisseur Peter Arp gemeinsam mit Bauern helfen Bauern umsetzt. In den "unsozialen Medien" sei immer wieder zu lesen, was alles nicht funktioniere in Bezug auf Migration und Integration. Es gebe aber auch Geschichten des Gelingens, die man getrost als solche bezeichnen könne, ohne die rosarote Brille aufzusetzen, sagt Arp. Alle zwei Wochen lädt er mit einer neuen Podcast-Folge von "The Journey" dazu ein, im Interview mit ihm Flüchtlinge und ihre ganz persönliche Geschichte kennenzulernen. "Nichts wirkt dem Populismus besser entgegen als ein persönliches Gespräch", betont er.

Zum Podcast-Projekt geht es hier: https">www.thejourneystories.com/">https://www.thejourneystories.com/

Quelle: SN

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