Kultur

Umbau beschert der Stiftung Mozarteum 350 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche

Glas-Stahl-Konstruktion des Salzburger Architektenbüros Maria Flöckner und Hermann Schnöll soll als neuer Zwischentrakt mit viel Tageslicht das Konzerthaus mit der Schule Mozarteum und gleichzeitig das Mozarteum mit der Stadt neu verbinden.

Noch muss das Geld für den fünf bis zehn Millionen Euro teuren Umbau erst aufgestellt werden, aber dass umgebaut wird, ist fix: Im dem Frühjahr 2021 sollen die Arbeiten starten. Das neue Pausenfoyer im ersten Stock soll mit 170 Quadratmetern künftig den bis zu 800 Besuchern des ausverkauften Großen Saales ausreichend Platz bieten und die beiden Gebäudetrakte des Mozarteums ebenerdig neu verbinden.

Am Montag stellten Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung und Geschäftsführer Tobias Debuch den Siegerentwurf offiziell vor. Das Salzburger Architekturbüro Maria Flöckner und Hermann Schnöll hatte sich mit seinem Entwurf gegen 17 weitere Mitbewerber durchgesetzt. Dabei galt es die bestehende Verbindung der beiden Gebäudetrakte neu aufzusetzen, bestehende infrastrukturelle Mängel zu beheben und Barrierefreiheit herzustellen. So ist der Wiener Saal mit einem Rollstuhl bis heute nicht erreichbar.

Das "alte" Pausenfoyer mit seinen 60 Quadratmetern war von Anfang an ein Provisorium. In dem zwischen 1912 und 1914 nach Plänen von von Architekt Richard Berndl errichteten Mozarteum entstand einer der nach wie vor besten europäischen Konzertsäle. Allerdings war in dem Entwurf kein Pausenfoyer vorgesehen. Das wurde dann im zunächst als Depotraum vorgesehenen Verbindungstrakt zwischen Wiener Saal und Großem Saal. Das nur 60 Quadratmeter große Pausenfoyer gleicht seither einer ewigen Verlegenheitslösung.

Der Entwurf des Siegerprojekts sieht eine helle Glas-Stahlkonstruktion zwischen dem Verwaltungs- und Schultrakt (Schwarzstraße 26) und dem Konzerttrakt (Schwarzstraße 28) vor. Ebenerdig entsteht dadurch auf rund 200 Quadratmetern ein erweiterter Eingangsbereich. Diese Räumlichkeiten lassen sich als zusätzliche Veranstaltungsräumlichkeiten bzw. als Café nutzen. Außerdem öffnet der Bau eine neue Achse zwischen Schwarzstraße und Mirabellgarten. Ein zusätzlicher Treppenaufgang und ein Lift ermöglichen den barrierefreien Zugang zum Studientrakt und zum Wiener Saal.

Ausgebaut wird auch der Kellerbereich - mit zusätzlichen Künstlerzimmern, Depot- und Technikräumlichkeiten sowie erweiterten Toiletten.

"Das Siegerprojekt überzeugt mit einem Konzept, das den Raum zwischen den Bestandsgebäuden für Licht und Durchblicke öffnet und die historischen Fassaden atmosphärisch in das neue Ambiente einbezieht. Zusätzlich wurden alle Anforderungen überzeugend gelöst und zusätzliche Bespielungsszenarien
für das Mozarteum geschaffen", begründet die Jury unter der Vorsitzenden Architektin Marie Therese Harnoncourt-Fuchs das einstimmige Votum für das Projekt des Salzburger Architekten-Teams Maria Flöckner und Hermann Schnöll.

Der Gebäudekomplex an der Schwarzstraße ist Teil des Welterbes Altstadt Salzburg und steht unter Denkmalschutz. "Das Siegerprojekt hält die vom Bundesdenkmalamt vorgegebenen Rahmenparameter zur Gänze ein und stellt mit der sensiblen
Einfügung die Integrität der historischen Bestandgebäude, die das Denkmal ausmachen, sicher. Der Neubau schafft in einer zeitgemäßen Formensprache die Vermittlung zwischen den beiden Gebäuden, die der Altbestand nicht geschafft hat", ergänzt Landeskonservatorin Eva Hody.


Auch Stiftungs-Präsident Johannes Honsig-Erlenburg ist zufrieden: "Wir freuen uns, dass sich ein Salzburger Architekturbüro im Wettbewerb mit internationalen hochkarätigen Mitbewerbern durchgesetzt hat. Dieses erfreuliche Ergebnis wird uns Antrieb sein, die herausfordernde und gleichzeitig höchst notwendige Neuverbindung der beiden Mozarteums-Trakte so rasch wie möglich anzugehen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 20.11.2018 um 03:53 auf https://www.sn.at/salzburg/kultur/umbau-beschert-der-stiftung-mozarteum-350-quadratmeter-zusaetzliche-nutzflaeche-49866748

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