Kultur

Herkules rückt dem Drachen im Innenhof der Salzburger Residenz jetzt in neuer Pracht zu Leibe

Landeskonservatorin Eva Hody: "Die Residenz ist über Jahrhunderte immer wieder restauriert worden. Die Fassade der Residenz wurde nach dem Vorbild des 19. Jahrhunderts restauriert."

Der Weg in den Innenhof der Salzburger Residenz führt nun über Marmor und nicht mehr über Asphalt. Darin eingelassene Lampen sorgen für ein gediegenes Entree in die ehemalige Residenz Salzburger Fürsterzbischöfe. Auch der unter Erzbischof Markus Sittikus vollendete Herkulesbrunnen erstrahlt in neuem Glanz. "Die Oberflächen sind gefestigt, der Stuck ist freigelegt und heller gefasst worden", fasst Landeskonservatorin Eva Hody zusammen. Nicht zur Gänze vom teils jahrhundertealten Schmutz gereinigt werden konnten die Grottensteine des Brunnens - sie sind aus Muschelkalk und so empfindlich, dass nur eine oberflächliche Reinigung möglich war. Die Sanierung des Brunnens war nur ein Teil der Neugestaltung des Innenhofs. Die Fassaden der Alten Residenz wurden in Kalktechnik renoviert. "Bis ins 20. Jahrhundert wurde ausschließlich mit dieser Handwerkstechnik gearbeitet", betonte Eva Hody. Auch sonst orientierten sich Bundesdenkmalamt und der Eigentümer - das Land Salzburg - am historischen Vorbild: Die Fassade wurde farblich an ihren Zustand im 19. Jahrhundert angepasst. 1,25 Millionen Euro wurden in die Sanierungsmaßnahmen gesteckt - das Geld brachten die Residenz sowie die Salzburger Burgen und Schlösser auf. Ob jetzt Ruhe einkehrt in der Residenz? "Nein, wir haben schon das nächste Projekt vor", verrät Verwalter Theobald Seyffertitz. Zum einen soll der Marmor aus dem Eingangsbereich künftig über den geschotterten Innenhof bis zu den Arkaden führen. Zum anderen steht die Sanierung der Schwarzenbergkapelle an.

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