Politik

305 Gebäude könnten auf Antrag den Erhaltungsschutz verlieren

Der Vorschlag von Planungsressort-Chefin Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler, wie künftig mit den 1159 Häusern mit Erhaltungsgebot umgegangen werden soll, stößt bei Bürgerliste, Liste Ferch und der Initiative Um+Bau+Kultur auf Widerstand.

Der Eigentümer, die Wiener Genossenschaft EBG, würde die alten Häuser in der Bahnhofstraße in Salzburg-Itzling gerne abreißen und durch moderne Wohnungen ersetzen. Allerdings: Der Gebäudekomplex aus den 50er-Jahren unterliegt dem Erhaltungsgebot.  SN/veigl
Der Eigentümer, die Wiener Genossenschaft EBG, würde die alten Häuser in der Bahnhofstraße in Salzburg-Itzling gerne abreißen und durch moderne Wohnungen ersetzen. Allerdings: Der Gebäudekomplex aus den 50er-Jahren unterliegt dem Erhaltungsgebot.

Nun ist klar, wie Vizebgm. Barbara Unterkofler (ÖVP) mit jenen 1159 Häusern umgehen will, für die ein Erhaltungsgebot gilt: Sie greift auf die umstrittene Studie des Büros Terra Cognita aus 2016 zurück. Jene 854 Häuser, die laut Studie als erhaltungswürdig gelten, sollen bei einer Bauabsicht nur dann den Schutz verlieren, wenn der Eigentümer etwa eine angebotene Dichte-Erhöhung für das Grundstück ablehnt. Sollte es zum Abbruch kommen, muss der Eigentümer die zusätzlichen Flächen im Neubau voll für günstigen Wohnbau zur Verfügung stellen. Jene 305 laut Studie nicht als erhaltungswürdig eingestuften Häuser können den Schutz aber leichter verlieren. Kritik üben Bürgerliste, Liste Ferch und die Gruppe Um+Bau+Kultur, die die Terra-Cognita-Studie als Basis für diese Entscheidung ablehnen.


Quelle: SN

Aufgerufen am 27.10.2020 um 07:55 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/305-gebaeude-koennten-auf-antrag-den-erhaltungsschutz-verlieren-83094025

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