Politik

Die ÖVP hat bei der Wahl am 10. März in Salzburg fünf weiße Flecken

Die Volkspartei kandidiert in allen 119 Gemeinden - in dreien mit Listengemeinschaften. Bei der Bürgermeisterwahl gibt es fünf weiße Flecken - in Lend, Maria Alm, Radstadt, Schwarzach und Untertauern. Die SPÖ tritt in 76 Gemeinden zur Bürgermeisterwahl an, die FPÖ in 37. Die Grünen rittern in 18 Gemeinden mit, die Neos in Hallein und in der Stadt Salzburg.

Seit Montag um 13 Uhr steht fest, wer und welche Listen für die Wahl am 10. März in den 119 Salzburger Gemeinden kandidiert.  SN/APA/BARBARA GINDL
Seit Montag um 13 Uhr steht fest, wer und welche Listen für die Wahl am 10. März in den 119 Salzburger Gemeinden kandidiert.

Am Montag um 13 Uhr endete die Abgabefrist der Listen für die Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterdirektwahlen am 10. März in Salzburg. ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer: "Die Salzburger Volkspartei übernimmt flächendeckend Verantwortung und stellt sich in allen 119 Gemeinden der Wahl. In 116 als Salzburger Volkspartei und in drei Gemeinden mit Listengemeinschaften - und zwar in Grödig, Mittersill und Thomatal." Die ÖVP sei traditionell stark in den Gemeinden verankert und halte im Moment mehr als die Hälfte aller zu vergebenden Mandate. "Darüber hinaus stellen wir 97 von 119 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister."

Listengemeinschaften in Grödig, Mittersill und Thomatal

"Bei den Bürgermeisterdirektwahlen stellen wir als Volkspartei oder in Listengemeinschaften in 114 Gemeinden einen Bürgermeisterkandidaten oder eine -kandidatin - 107 Männer und sieben Frauen. Nur in Lend, Maria Alm, Radstadt, Untertauern und Schwarzach treten wir ohne Bürgermeisterkandidaten an, dafür aber mit Listen für die Gemeindevertretungswahl auf der sich starke Persönlichkeiten und Zukunftshoffnungen befinden. Die Listengemeinschaften gibt es in Grödig (Kandidat Herbert Schober), Mittersill (Wolfgang Viertler) und Thomatal (Klaus Drießler). Mayer: "Unser erklärtes Ziel für die Wahlen ist es, dass die Salzburger Volkspartei auch in Zukunft die bestimmende, kommunalpolitische Kraft bleibt."

Die SPÖ will Hallein und die Stadt Salzburg zurück erobern

Die SPÖ tritt in 111 Gemeinden zur Wahl am 10. März an. Darüber hinaus bilden die Sozialdemokraten in St. Martin bei Lofer eine Listengemeinschaft. In 64 Gemeinden stellt die SPÖ einen Bürgermeisterkandidaten, in zwölf eine Bürgermeisterkandidatin. Aktuell stellt die SPÖ 16 Bürgermeister. Das Ziel ist, die Zahl zu halten oder sogar auszubauen. Landesgeschäftsführer Hannes Mathes: "Wir werden nach dem 10. März in der Stadt Salzburg und Hallein wieder den Bürgermeister stellen. Davon bin ich felsenfest überzeugt." In Summe kandidieren mehr als 2000 Frauen und Männer auf den "roten" Listen für die Gemeindevertretungswahlen.

Die FPÖ will in einigen Gemeinden die ÖVP-Absolute brechen

Die FPÖ wird am 10. März in 96 der 119 Salzburger Gemeinden antreten. Das sind um zehn Orte weniger als beim Urnengang vor fünf Jahren. Für die gleichzeitig stattfindenden Bürgermeisterwahlen schicken die Freiheitlichen heuer 37 Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen. Im Jahr 2014 waren es 30 gewesen. FPÖ-Landesvorsitzende Marlene Svazek will in ihrer Heimatgemeinde Großgmain Bürgermeisterin werden. Sie zeigte sich am Montag kämpferisch. "Wir werden in einigen Gemeinden Salzburgs die Absolute der Schwarzen brechen. Die Bürger wissen, dass es für ihre Heimat nicht gesund ist, wenn diese ÖVP zu viel Einfluss genießt." Insgesamt haben sich für die FPÖ 1004 Personen (2014: 1066) für einen Sitz in einer der Gemeindevertretungen im Land beworben.

Die Grünen treten in 18 Gemeinden zur Bürgermeisterwahl an

Die Grünen schicken fünf Frauen und 13 Männer in das Rennen um das Bürgermeisteramt. Für die Gemeindevertretung kandidieren insgesamt 479 Kandidatinnen und Kandidaten auf Grünen sowie auf Grün-nahen Listen in 33 Gemeinden. Landesgeschäftsführer Rudolf Hemetsberger: Die 33 Listen seien "ein Angebot an all jene Wählerinnen und Wähler, die sicher stellen wollen, dass sich in ihrer Gemeinde bei Themen wie Energie, Verkehr oder Kinderbetreuung und Demokratie eine starke Grüne Stimme erhebt."

Der Flachgau ist das große Hoffnungsgebiet der Grünen

Am stärksten vertreten sind Grüne bzw. Grün-nahe Listen im Flachgau: Anif, Anthering, Bergheim, Ebenau, Elsbethen, Eugendorf, Fuschl, Grödig, Großgmain, Hallwang, Henndorf, Koppl, Mattsee, Neumarkt, Obertrum, Oberndorf, Seeham, Seekirchen, Strobl, Thalgau und Wals-Siezenheim - das macht in Summe 21 Kandidaturen. Fünf sind es im Tennengau (Abtenau, Bad Vigaun, Hallein, Kuchl und Oberalm), vier im Pinzgau (Bruck, Saalfelden, St. Martin und Zell am See) und zwei im Pongau (Goldegg und St. Johann).

Die Neos hoffen auf die Stadt Salzburg und auf Hallein

Die Neos treten in der Stadt Salzburg (Stadtrat Lukas Rösslhuber) sowie in Hallein (Anita Eisenmann) zu den Bürgermeisterwahlen an. Zudem gibt es Kandidaturen in Kuchl (Theresa Reindl), Mittersill (Felix Germann) und Obertrum (Roland Bamberger). Landesgeschäftsführer Markus Rosskopf: "Darüber hinaus sind Neos-Kandidatinnen und Kandidaten auch auf Bürgerlisten vertreten - so in Bad Hofgastein, Elsbethen und St. Johann."

Quelle: SN

Aufgerufen am 25.08.2019 um 12:50 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/die-oevp-hat-bei-der-wahl-am-10-maerz-in-salzburg-fuenf-weisse-flecken-64075177

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