Politik

Eine Pongauerin steht im Scheinwerferlicht

Die ORF-Redakteurin Raffaela Schaidreiter erlebt die Flüchtlingskrise am Hauptbahnhof hautnah.

Eine Pongauerin steht im Scheinwerferlicht SN/kat
Raffaela Schaidreiter.
Raffaela Schaidreiter (30) ist das ORF-Gesicht zur Flüchtlingssituation in Salzburg. Sie berichtet von den Vorgängen am Salzburger Hauptbahnhof - egal ob in der ZiB um 9, um 13 Uhr, bei "Salzburg heute" oder beim Interview in der ZiB 2. Müdigkeit lässt sich die gebürtige Werfenerin nicht anmerken. "Man will auch gar nicht heimgehen, wenn man so etwas sieht."

Dabei ist ihr journalistischer Werdegang ungewöhnlich: Nachdem sie sowohl Medienwissenschaft als auch Forstwirtschaft studiert hatte, entschied sich Schaidreiter nach Aufenthalten bei den ORF-Korrespondenten in Berlin und Brüssel aber doch für den Journalismus. "Ich habe von Borkenkäfern und dem Klimawandel zum Journalismus gewechselt", erzählt sie.

Lange Einsätze am BahnhofSeit 2013 ist Schaidreiter für das Landesstudio Salzburg im Einsatz. Zur Flüchtlingskrise am Hauptbahnhof kam sie vor zwei Wochen zunächst privat: "Ich wollte eigentlich Spenden bringen, aber als ich gemerkt habe, was hier passiert, habe ich den Chef vom Dienst angerufen und er kam gleich mit einem Kamerateam." Auf dieses Team wolle sie bei den 15-stündigen Einsätzen am Bahnhof auf keinen Fall verzichten: "Der Fernsehzuschauer sieht nicht, wie viele Leute hinter den Kameras unter Hochdruck arbeiten." In Salzburg fühle sie sich derzeit sehr wohl, sagt Schaidreiter und schnappt sich ein Mikrofon, als sich die Scheinwerfer auf sie richten. Es ist Zeit für den nächsten Live-Einstieg.

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