Politik

Gratis-Öffis für die Stadt Salzburg gefordert - wie in Luxemburg

Die KPÖplus entfacht die Debatte um kostenlose öffentliche Verkehrsmittel erneut. Salzburg solle sich an Luxemburg orientieren, das als erstes Land der Welt Gratis-Öffis einführt.

Kay-Michael Dankl (KPÖplus) fordert nun auch in Salzburg, dass die öffentlichen Verkehrsmittel gratis sind.  SN/martin kohlberger
Kay-Michael Dankl (KPÖplus) fordert nun auch in Salzburg, dass die öffentlichen Verkehrsmittel gratis sind.

In Luxemburg sind seit Sonntag alle Öffis gratis. Egal ob Bus, Straßenbahn oder Zug - es wird kein Ticket mehr benötigt. Fahrten in der 1. Klasse sind allerdings wie bisher zu bezahlen. Die Debatte um Gratis-Öffis in Salzburg hat es in der Vergangenheit bereits gegeben. Nun entfacht sie KPÖplus-Gemeinderat Kay-Michael Dankl erneut. "Luxemburg zeigt: Es geht, Gratis-Öffis sind machbar. Gratis-Öffis sind kein Allheilmittel, aber eine wichtige finanzielle Entlastung und ein Anreiz zum Umsteigen." Dankl will "Gratis-Öffis" auch für die Stadt Salzburg als erste Gemeinde in Österreich diskutieren. Denn der Verkehr sei mittlerweile eine soziale Frage. "Wer im Monat mit 900 Euro auskommen muss, für den ist ein Monatsticket um 55 Euro eine schwere Belastung", sagt Dankl. Hohe Ticketpreise träfen in erster Linie junge und ältere Menschen. Niedrigere Preise bedeuten hingegen mehr Möglichkeiten und mehr Selbstbestimmung. Außerdem seien Gratis-Öffis ein starker Anreiz, umzusteigen. "Wer die Verkehrsentlastung und den Klimaschutz ernst meint, muss die Öffis gratis machen."

Die KPÖplus will die Freifahrt zuerst in der Landeshauptstadt, und später in den Umlandgemeinden verwirklicht sehen. Und Dankl nennt dafür einen Finanzierungsvorschlag: Die Stadt könne eine Nahverkehrsabgabe für Unternehmen nach Wiener Vorbild einführen, in der Höhe von zehn Euro monatlich pro Beschäftigtem und drei Euro pro Nächtigung. Bei rund 67.000 Beschäftigten und über drei Millionen Nächtigungen würde das in etwa zehn Millionen Euro jährlich bringen. Luxemburg sei immerhin vier Mal so groß wie die Stadt Salzburg und investiere 40 Millionen Euro in die Freifahrt.

Quelle: SN

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