Politik

Große Betroffenheit nach dem Tod von Sabine Oberhauser

Reaktionen aus Salzburg auf das frühe Ableben der Gesundheitsministerin. SPÖ-Chef Walter Steidl sagte: "Sabine war für uns stets ein Vorbild."

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser verstarb am Donnerstag im Alter von 53 Jahren. SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser verstarb am Donnerstag im Alter von 53 Jahren.

Tief betroffen zeigt sich die Salzburger SPÖ nach dem Tod von Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser (SPÖ). Der Salzburger Landesparteivorsitzende Walter Steidl sagte: "Sabine war für uns und die Bevölkerung stets ein Vorbild. Sie war Humanistin und Kämpferin für soziale Gerechtigkeit. Sowohl als Kinderärztin und Allgemeinmedizinerin, als Vizepräsidentin des ÖGB und Frauenvorsitzende des Gewerkschaftsbundes, wie auch als Gesundheits- und Frauenministerin stellte Sabine die Menschen immer in den Mittelpunkt ihres Handelns. Sie wird uns fehlen."

Mit Sabine Oberhauser verliere Österreich eine Kämpferin für die Rechte der Frauen und der Gerechtigkeit, erklärte Salzburgs SPÖ-Frauenvorsitzende Ingrid Riezler-Kainzner. "Sabine war nicht nur eine besonders herzliche und freundliche Persönlichkeit, sie war auch eine gute und leidenschaftliche Frauenministerin."

Tief betroffen vom plötzlichen Ableben von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser zeigte sich auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). "Es ist tragisch, wenn jemand, der sein Leben dem Dienst an der Republik widmet, so plötzlich aus unserer Mitte gerissen wird. Unser volles Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde ihrer Familie", sagte Haslauer.

Der 61. Wiener Opernball war am Donnerstagabend von dem Tod von Gesundheitsministerin Oberhauser überschattet. Gleich zu Beginn wurde für die Verstorbene eine Trauerminute abgehalten. Weite Teile der Bundesregierung verließen das Fest vorzeitig. Das Vergnügen kam aber trotzdem nicht zu kurz: Startenor Jonas Kaufmann sorgte etwa bei der Eröffnung für großen Jubel.

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), der die rund 5000 Ballgäste vor Beginn der Eröffnung um eine Trauerminute bat, sprach von einem großen Tag der Trauer. Mit "Sabine Oberhauser verlieren wir einen großartigen Menschen", sagte Kern mit Tränen in den Augen. "Sie würde es schätzen, wenn Sie sich heute amüsieren, im Gedenken an eine große Frau", sagte der Bundeskanzler von der Mittelloge aus zu den Gästen. Oberhauser sei ein "großartiger Mensch voller Lebenslust und Lebensfreude" gewesen.

Tief betroffen hatte sich zuvor auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen geäußert. "Meine Gedanken sind bei Sabine Oberhauser", erklärte Van der Bellen den Grund dafür, dass er nur kurz zur Eröffnung in die Staatsoper kam. Das Ableben der 53-Jährigen gehe ihm "sehr nahe", sagte der Bundespräsident in einem emotionalen Statement.

Die Regierungsmitglieder, die sich für die Eröffnung in der Mittelloge rund um Van der Bellen versammelt hatten, konnten alle ihre Betroffenheit über den Tod Oberhausers nicht verbergen. Die SPÖ-Mannschaft und Van der Bellen verließen die Oper gleich nach der Eröffnung. Die ÖVP-Ministerriege, angeführt von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, wollte ebenfalls nicht lange bleiben; sie hatten allerdings Staatsgäste geladen. Interviews wollten Kern und Van der Bellen keine geben, auch den Gang über den Roten Teppich hatten zahlreiche Regierungsmitglieder vermieden.

Quelle: SN

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