Politik

Marko Feingold erhält Otto-Bauer-Plakette

Als Präsident der israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg leistet Marko Feingold seit Jahrzehnten einen bedeutenden Beitrag, damit NS-Gräuel nicht in Vergessenheit geraten.

Marko Feingold erhält Otto-Bauer-Plakette SN/spoe
Marko Feingold (Mitte) mit der Otto-Bauer-Plakette.

Der 1913 geborene Marko Feingold musste bereits im Jahr 1938, also kurz nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, in Haft, ehe er Österreich verlassen musste und in die damalige Tschechoslowakei übersiedelte. 1939 wurde er in Prag verhaftet und musste für ein Jahr ins Gefängnis, ehe er ins Konzentrationslager Auschwitz überstellt wurde, das er selbst als eines der schrecklichsten Lager bezeichnet. Nach Auschwitz wurde er ins KZ Neuengamme bei Hamburg überstellt, wo sein Körpergewicht auf etwa 35 Kilogramm herabsank, weshalb er nicht mehr arbeitsfähig war und für den Todestransport nach Dachau überstellt wurde. 1941 kam er ins Konzentrationslager Buchenwald, wo er bis zum 11. April 1945 ums Überleben kämpfen musste, ehe er und seine Leidensgenossen von den Amerikanern befreit wurden. Am 18. Mai 1945 durfte Feingold mit dem ersten Transport von Österreichern nach Österreich fahren. Verdienter Mann ausgezeichnet "Es ist aber nicht nur seine Leidenszeit in den Kriegsjahren, die Marko Feingold auszeichnet, sondern vor allem seine Verdienste in der Nachkriegszeit, die in uns höchste Bewunderung und Respekt hervorrufen", sagt Nationalrat a.D. Jacky Maier. Er ist Vorstandsmitglied im "Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen in Salzburg".

Die Otto-Bauer-Plakette für Verdienste im Kampf gegen Rechtsradikalismus und Faschismus ist eine österreichische Auszeichnung, die 1969 von diesem Bund gestiftet wurde.

Quelle: SN

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