Politik

Neos-Gemeinderat hält tabulose Diskussionen für dringend nötig

Mit dem Wechsel von Sebastian Huber in den Landtag zieht Günter Eckerstorfer (49) in den Gemeinderat ein. Dem studierten Architekten ist vor allem leistbares Wohnen ein Anliegen.

 Der gebürtige Linzer Günter Eckersdorfer hat während seines Architekturstudiums in Graz immer wieder in Salzburg gearbeitet. Deshalb ist er anschließend geblieben und wohnt jetzt in der Neustadt.  SN/sw/Ricky Knoll
Der gebürtige Linzer Günter Eckersdorfer hat während seines Architekturstudiums in Graz immer wieder in Salzburg gearbeitet. Deshalb ist er anschließend geblieben und wohnt jetzt in der Neustadt.



Redaktion: Bei den Neos sind Sie für das Themennetzwerk Bauen & Wohnen zuständig. Wird das auch Ihr Schwerpunkt im Gemeinderat?
Günter Eckerstorfer: Ja, und Architektur. Überdies übernehme ich von Lukas Rößlhuber den Sitz im Planungsausschuss und von Christoph Starzer den im Bauausschuss.

Welche Schwerpunkte liegen Ihnen sonst noch am Herzen?
Mein großes Thema ist leistbares Wohnen, das beschäftigt mich schon seit Jahren. Eines ist klar: Wir brauchen mehr Wohnungen und d. h., wir müssen dichter oder höher bauen oder mehr Flächen bekommen. Unbedingt müssen wir die Bürger in den Prozess einbinden, ich kann mir durchaus eine Bürgerbefragung vorstellen, um zu erfahren, was ihnen wichtig ist und wo die Tabus sind. Wenn z. B. herauskommt, dass ihnen die Grünlanddeklaration nicht so wichtig ist, muss man darüber diskutieren. Aber ich gebe zu: Das ist ein sehr komplexes Thema.


Sie sind seit 2014 Ersatz-Gemeinderat, jetzt mit einem fixen Mandat ausgestattet. Was bewegte Sie ursprünglich, in die Politik zu gehen?
Das Thema Liberalismus beschäftigte mich schon während des Studiums, persönliche Freiheit und Eigenverantwortung waren mir ebenso wichtig wie der Wunsch, etwas für Menschen zu tun. Ab 2008 war ich beim "Liberalen Forum" (LIF). Nach Gesprächen mit Matthias Strolz habe mich bei den Neos engagiert. 2014, nach der Gemeinderatswahl, haben wir fusioniert.

Sie sind auch Mitglied der "Initiative Architektur" in Salzburg. Welche Form von Architektur braucht Salzburg?
Die Altstadt gehört geschützt, aber nicht mit der Käseglocke, es braucht einen zeitgemäßen Umgang, nicht, dass man gar nichts mehr verändern kann. Wünschenswert finde ich eine große Vielfalt an gutem Alten und schönem Neuen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Viel lesen, vor allem Naturwissenschaftliches. Außerdem gehe ich gerne segeln und mountainbiken und ich liebe guten Wein.


Ganz kurz noch ....

Ich bin liberal.

In fünf Jahren möchte ich beigetragen haben, dass Wohnen in Salzburg leistbarer wird.

Dieses Buch hat mich beeindruckt: "Leibniz war kein Butterkeks" von Michael Schmidt-Salomon & Lea Salomon - ein sehr tolles Buch.

Ein Ereignis, das mein Leben verändert hat: Als ich vor 16 Jahren ein Burn-out hatte, das hat mich sehr zum Umdenken gebracht.

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