Politik

Neue Verkehrslösung für die Salzburger Innenstadt

Der Rot-Kreuz-Parkplatz wird verkleinert, dafür kommt ein Kreisverkehr, damit das "Kranzlfahren" ein Ende hat. Das Salzachufer soll neu gestaltet werden, etwa mit einem Naschmarkt.

Bürgermeister Harald Preuner und Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (beide ÖVP) haben am Dienstag die Pläne für einen neuen Kreisverkehr in der Salzburger Innenstadt präsentiert. Konkret soll dieser beim Haus der Natur entstehen. Denn seit die Griesgasse 2014/2015 zur Flaniermeile geworden ist, müssen Autofahrer von Mülln kommend eine Schleife über die Münzgasse nehmen, um zur Staatsbrücke zu gelangen. Geradeaus fahren ist nämlich nicht erlaubt. Viele Autofahrer kürzen den Weg ab und drehen illegal beim Anton-Neumayr-Platz um oder fahren verbotenerweise doch geradeaus. Die damalige Verkehrslösung entstand noch unter ÖVP-Baustadträtin Claudia Schmidt.

Mit dem "Kranzlfahren" aufräumen

Preuner will nun mit diesem "Kranzlfahren" aufräumen und damit das beenden, was die ÖVP einst selbst miteingeführt hat. An der Kreuzung Franz-Josef-Kai/Museumsplatz wird noch heuer ein Kreisverkehr errichtet. "Niemand versteht, warum man am Museumsplatz abbiegen und einen halben Kilometer durch die Altstadt fahren muss, nur um danach wieder an exakt der gleichen Stelle herauszukommen", sagt Vizebgm. Unterkofler.

Noch im März soll ein Amtsbericht für den Bau des Kreisverkehrs vorgelegt werden, um die politischen Beschlüsse zu fassen. Baustart und Fertigstellung des Projekts sollen im Herbst sein. Kostenschätzung: 800.000 Euro. Die Kreuzung soll für Radfahrer und Fußgänger auch übersichtlicher und sicherer werden. Dazu soll es zusätzliche Querungen geben für die rund 300 Fußgänger und 210 Radfahrer, die diesen Knoten stündlich queren.

Rot-Kreuz-Parkplatz wird kleiner - weniger Einnahmen

Die vorderen Parkplätze beim Rot-Kreuz-Parkplatz, wo sich aktuell die Einfahrt befindet, fallen künftig weg. Das bedeutet rund 30 Parkplätze weniger. Daraus ergebe sich für das Rote Kreuz, das mit den Einnahmen den Rettungsdienst stützt, ein Entfall von 100.000 Euro, heißt es. Die Parkgebühren würden daher in zwei Schritten angehoben, erläutert Preuner. Die Stadt wird die 100.000 Euro aus dem Budget ausgleichen, sagt Preuner. Die Ein- und Ausfahrt des Rot-Kreuz-Parkplatzes soll künftig über den Kreisverkehr erfolgen. Damit könne man den Parkplatz künftig aus allen Richtungen ansteuern. Das Salzachufer soll umgestaltet werden. Von einer Art Naschmarkt bis zu einem kleinen Park ist die Rede. Die Stadt hat dazu jetzt einen Landschaftsplaner und -architekten beauftragt, der die Uferpromenade vom Bereich des Spielplatzes bis zum Makartsteg untersuchen soll.

Preuner schließt Neutor-Sperre weiterhin aus

Was die weitere Gestaltung der Altstadt betrifft, so soll nun auch geprüft werden, das Gstättentor autofrei zu gestalten. Der Verkehr soll dann in der Münzgasse in beide Richtungen fließen. "Wir prüfen, wie viel Platz der Verkehr noch braucht", sagt Unterkofler. In weiterer Folge werde man auch eine Art Begegnungszone samt Oberflächengestaltung zwischen Haus der Natur und Neutor prüfen. Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es aber noch nicht. "Wir werden einen Schritt nach dem anderen setzen", sagt die Vizebürgermeisterin.

Eine Sperre des Neutors schließt Bgm. Harald Preuner weiterhin aus. "Wir sind nach wie vor strikt gegen Sperren. Wir wollen mit entsprechenden Oberflächen das so gestalten, dass es nicht mehr so attraktiv ist, da durchzufahren." Den Rot-Kreuz-Parkplatz irgendwann zur Gänze zu streichen, schließt der Bürgermeister für die nächsten 15 Jahre aus. Denn dann müsse man dem Roten Kreuz insgesamt rund 800.000 Euro an Subvention für den Rettungsdienst zuschießen. Und das sei nicht möglich. "Der RK-Parkplatz ist auch für Betriebe, Handwerker, Touristen und so manche Einheimische wichtig", sagt Preuner.

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