Politik

Reisebusse in Salzburg: Neues System startete ohne Probleme

Am ersten Tag der neuen Regelung waren bereits 100 Busse über die Online-Buchungsplattform angemeldet.

50.000 Reisebusse brachten im Vorjahr mehr als zwei Millionen Touristen in die Stadt Salzburg. Seit Freitag gilt das neue Online-Buchungssystem, das auf 40.000 Reisebusse ausgelegt ist.

Die Lenker müssen an den Busterminals in der Paris-Lodron-Straße nahe dem Mirabellgarten und in der Erzabt-Klotz-Straße im Nonntal eine Buchungsbestätigung vorweisen.

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) und Bert Brugger, Chef der Tourismus Salzburg GmbH, machten sich am Vormittag am Terminal in der Paris-Lodron-Straße selbst ein Bild. Nach den Bauarbeiten war der Terminal am Freitag erstmals wieder geöffnet.
"So gut wie alle Lenker hatten die Bestätigung dabei", sagt Brugger. Insgesamt waren am Freitag über das neue System hundert Busse angemeldet: 40 in der Paris-Lodron-Straße und 60 im Nonntal. Bis Mittag wurde an den Terminals jeweils ein "Sünder" erwischt. Vorerst kommen sie mit einer Ermahnung davon. Ab Montag wird gestraft. Dann sind 70 Euro zu bezahlen. Kontrolliert wird das System von Mitarbeitern des Österreichischen Wachdienstes (ÖWD) und der Sicherheitsfirma Group 4.

So funktioniert das System: Die Reisebusunternehmen buchen vorab online für die An- und Abreise ein Zeitfenster und bezahlen 24 Euro. Als Bestätigung erhalten sie per Mail einen QR-Code, der ausgedruckt oder auf dem Smartphone des Chauffeurs gespeichert werden kann. Für das Aus- bzw. Einsteigen steht ein Zeitfenster von jeweils 20 Minuten zur Verfügung.

Die Unternehmen buchen die Zu- und Abfahrt derzeit sehr kurzfristig. "Wir haben jeden Tag rund 100 neue Buchungen, betont Brugger.

Er sei mit dem Start zufrieden, sagt Preuner. "Wir erwarten von dem neuen System eine bessere Verteilung der Busse zwischen den Terminals und dadurch eine Entlastung der Anrainer." Bisher steuerten fast alle Reisebusse den Terminal im Andräviertel an. Er beobachte zunehmend, dass Reisebusse die Gäste an den Obus-Haltestellen aus- und einsteigen lassen, sagt Preuner. Daher werde die Polizei ein besonderes Augenmerk auf die Haltestellen in der Umgebung der Terminals haben. Notfalls werde ein Park- und Halteverbot verordnet.

Schon bisher waren an den Terminals Wachorgane des ÖWD im Einsatz. Sie bekommen nun Verstärkung von Mitarbeitern, die nach der StVO ermächtigt sind, die Strafen zu kassieren. "Mit dem Inkasso betreten wir Neuland", sagt ÖWD-Landesdirektor Harald Eder. Sowohl der ÖWD als auch die Group 4 suchen derzeit dringend Personal. An den Busterminals muss schließlich sieben Tage in der Woche kontrolliert werden. Mit der neuen gebührenfreien Kurzparkzone rund um die Alpenstraße kommt ab 1. Juli eine zusätzliche Aufgabe auf den Wachdienst zu.

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