Politik

Salzburgs Grüne legen mit Wahlkampf los

Freitagabend erfolgte im Schauspielhaus der Auftakt für die Grünen. Sie treten in 33 Gemeinden an und stellen 13 Bürgermeisterkandidaten. Prominente Unterstützung kam aus Innsbruck, Wien und München.

Die Grünen feierten am Freitagabend im Schauspielhaus ihren Auftakt in den Wahlkampf für die Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen am 10. März im Land Salzburg. Die Stimmung war so gut wie schon lange nicht mehr bei der Partei. Tanzend und klatschend zogen die Grünen ein. Mehr als 200 Anhänger waren gekommen. Der Saal war randvoll - das sah man bei den Grünen zuletzt auch nicht immer. Prominente Unterstützung kam aus Wien, Innsbruck und München angereist. Denn sowohl Bundesparteichef Werner Kogler als auch Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi und die Vorsitzende der bayerischen Grünen, Katharina Schulze, waren als "Edelhelfer" gekommen.

Wahlkampf für eine "Oberbürgermeisterin"

Gute Chancen für die Bürgermeisterwahl rechnet sich Bürgerlisten-Spitzenkandidatin Martina Berthold in der Landeshauptstadt aus. Berthold nutzte den Besuch der bayerischen Grünen, um am Freitagnachmittag im Kaiviertel gemeinsam mit Schulze Stimmung für den Wahlkampf zu machen. Vom Kaffeehaus bis zur Bücherei, Blumengeschäft, Schuhgeschäft und sogar am Kebapstand wurde Berthold mit Flyern in der Hand und Wahlgoodies vorstellig. Die meisten Geschäfte davon kennt die Grüne in- und auswendig, weil sie Stammgast oder Stammkundin ist (vor allem im Schuhgeschäft, wo der Besuch nur durch das Einschreiten des Wahlkampfleiters abgekürzt weden konnte).

Weil in München der Stadtchef traditionell "Oberbürgermeister" genannt wird, hat Katharina Schulze Berthold auch gleich als neue "Oberbürgermeisterin" angepriesen. Wobei: Der Ausflug nach Salzburg lohnte sich auch für die grüne Fraktionsvorsitzende aus Bayern, um selbst auf Stimmenfang zu gehen. Denn in etlichen Geschäften entpuppten sich die Inhaber als Bayern, die für die Wahl in Salzburg am 10. März nicht wahlberechtigt sind.

Bei den Unternehmern im Kaiviertel stießen die beiden grünen Frauen jedenfalls auf offene Ohren, und das nicht nur, weil etliche Unternehmer bayerische Wurzeln haben. Ein Thema, das häufig zur Sprache kam, war der Massentourismus durch jährlich 40.000 Reisebusse. In der Gastronomie gehen die Touristen hier nämlich hauptsächlich ein und aus, um das stille Örtchen aufzusuchen. Auch in Sachen AirBnb-Vermietung in der Altstadt oder Grenzkontrollen gab es für die beiden Grün-Politikerinnen Gemeinsamkeiten "hüben und drüben".

Grüne treten in 33 Gemeinden an

Insgesamt 13 Grüne kandidieren landesweit für das Amt des Bürgermeisters. In 33 von 119 Gemeinden werden auf grünen und grün-nahen Listen 479 Kandidatinnen und Kandidaten antreten. Am meisten Grün gibt es dabei im Flachgau, wo sie in 21 Gemeinden antreten. Am wenigsten sind es im Pongau. Hier treten die Grünen nur in zwei Orten an. Die Bürgerliste in der Stadt Salzburg will nklusive der Herbstkampagne rund 250.000 Euro für den Stadt-Wahlkampf ausgeben.

Ein Urgestein tritt ab

Für Bürgerlisten-Urgestein Johann Padutsch war es am Freitagabend der erste Wahlkampfauftakt, bei dem er nur noch eine Zuschauer- und keine Kandidatenrolle mehr hatte. Padutsch wurde nach 36 Jahren im Gemeinderat und 26 Jahren in der Stadtregierung von seinen grünen Kolleginnen und Kollegen verabschiedet.


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Aufgerufen am 02.12.2020 um 04:51 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/salzburgs-gruene-legen-mit-wahlkampf-los-65060533

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