Politik

Salzburgs SPÖ eröffnet Wahlkampf: Platz zwei als Ziel für den 22. April

Bei der Landtagswahl hinter die FPÖ zu fallen sei ein "No-Go". Die SPÖ will zurück in eine schwarz-rote Regierung. Ziel sind mindestens 24 Prozent.

Im Braugewölbe der Stiegl-Brauerei in Salzburg-Maxglan findet am Donnerstagabend der Wahlkampfauftakt der Salzburger Sozialdemokraten statt. In Anlehnung an das Motto der Salzburger Brauerei will die SPÖ "Politik auf höchster Stufe" bieten in den kommenden fünf Jahren. Sechs Wochen vor der Landtagswahl am 22. April schöpfen die Genossen rund um Walter Steidl vor allem nach dem Wahlergebnis in Kärnten (die SPÖ erreichte dort knapp 48 Prozent) wieder Selbstvertrauen. Auch Ex-Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender Christian Kern soll im Wahlkampf kräftig helfen und ist am Donnerstagabend im Stiegl-Gewölbe mit von der Partie.

Steidl präsentierte am Donnerstagvormittag die inhaltlichen Schwerpunkte, also das Wahlprogramm. Gemeinsam mit Gerald Forcher und Stefanie Mösl gibt die SPÖ in der ersten Plakatwelle das Versprechen ab, sich für den Ausbau des Einkaufszentrum Europark einzusetzen, aber auch, 262 neue Polizisten nach Salzburg zu bringen und die Polizei aufzustocken. Die "Steidl-Garantie" nennt die Partei das auf ihren Plakaten. Beim Thema leistbares Wohnen will die SPÖ im Neubau eine gesetzliche Mietobergrenze von acht Euro pro Quadratmeter.

Die SPÖ wirbt mit mehr Polizeipersonal für Salzburg. SN/sn
Die SPÖ wirbt mit mehr Polizeipersonal für Salzburg.

Steidl: "Ich biete Verlässlichkeit und Handschlagqualität"

Das Ziel für die Landtagswahl 2018 ist klar gesteckt. Es soll ein Plus vor dem Wahlergebnis stehen. 2013 hat die SPÖ nach dem Finanzskandal bei den vorgezogenen Neuwahlen einen tiefen Fall auf 23,8 Prozent hingelegt. Gabi Burgstaller musste als Landeshauptfrau gehen, Walter Steidl hat die Partei notgedrungen in einem Trümmerhaufen übernommen. Nun ist Steidl nach fünf Jahren Opposition davon überzeugt, dass es einen "Vertrauenszuwachs" geben werde. "Wir wollen auch weiterhin mindestens zweitstärkste Kraft im Land bleiben", sagt Steidl. Denn Platz eins für die ÖVP scheint bei allen Umfragen klar zu sein. Konkreter wird da schon die Nummer drei im SPÖ-Team, Gewerkschafter und FSG-Vorsitzender Gerald Forcher. "Es ist für uns undenkbar, dass die FPÖ vor uns landet. Das ist ein No-Go." Die SPÖ will jedenfalls zurück in die Regierung, und damit in eine "Große Koalition" mit der ÖVP. "Ich stehe zur Verfügung. Ich biete Verlässlichkeit und Handschlagqualität", sagt Walter Steidl Richtung Wilfried Haslauer.

Die SPÖ wirbt damit, den Europark auszubauen.  SN/sn
Die SPÖ wirbt damit, den Europark auszubauen.

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